Dr. Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions und Vorsitzender von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.

Dr. Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions und Vorsitzender von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel.VDMA

In der aktuellen Geschäftsklimaumfrage des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) melden 43 Prozent der Unternehmen eine Verbesserung der Auftragslage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gut 48 Prozent konstatieren einen vergleichbaren Auftragseingang. Die teilnehmenden Branchenvertreter prognostizieren für das laufende Jahr allerdings einen weiteren Rückgang der Umsätze. „Zwar erfahren wir gerade eine leichte Belebung der wirtschaftlichen Situation. Doch kommt diese zu spät um sich noch in diesem Jahr in den Umsätzen wiederzufinden. Nach wie vor prägen Überkapazitäten, Preisdruck und Konsolidierung die Solarbranche. Im Schnitt rechnen wir mit einem Umsatzrückgang von zwölf Prozent für die PV-Zulieferer-Branche im Jahr 2013“, erklärt Dr. Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions und Vorsitzender von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel. Der Turnaround wird für das Jahr 2014 erwartet. „Der Markt gibt wieder erste positive Signale. So scheint zumindest die chinesische Solarindustrie den Wendepunkt erreicht zu haben. Hinzu kommt, dass führende Solarproduzenten wachsendes Interesse an der Produktion in Emerging Markets wie der MENA-Region, Südafrika, Türkei und Lateinamerika zeigen. Wir gehen deshalb davon aus, dass schon im nächsten Jahr wieder verstärkt in Equipment und Technologie investieren werden wird“, erläutert Dr. Florian Wessendorf, Geschäftsführer bei VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel. Folgerichtig erwarten die teilnehmenden Branchenvertreter ein Umsatzwachstum von elf Prozent für das kommende Jahr.

Die Kapazitätsauslastung im deutschen Photovoltaik-Maschinenbau befindet sich weiterhin auf einem niedrigen Niveau. So berichten 89 Prozent der Unternehmen eine unterdurchschnittliche Auslastung. Die positiven Signale der Zell- und Modulhersteller spiegeln sich auch beim Auftragsbestand aktuell noch nicht wider. So pendelt sich die von den Unternehmen ermittelte Auftragsreichweite zum Ende des dritten Quartals 2013 auf lediglich 3,0 Monate ein – zum Vergleich: der gesamte Maschinenbau in Deutschland konnte im gleichen Zeitraum eine Reichweite von 5,6 Monaten erreichen. Zur Stützung der Erträge fokussieren sich die PV-Maschinenbauer verstärkt auf Effizienzsteigerungen in Produktion, Logistik und Personal sowie auf die Reduktion der Beschaffungskosten (etwa Rohmaterial und Energie). Längerfristige Investitionen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit werden vor allem in der Forschung und Entwicklung, aber auch in der Effizienzsteigerung getätigt. „Wir bleiben trotz der anhaltenden Herausforderungen für die Branche zuversichtlich. Alle Indikatoren sprechen dafür, dass der deutsche Photovoltaik-Maschinenbau seine Schlüsselstellung als Innovationsmotor und Lösungsanbieter in der Photovoltaikproduktion behaupten wird“, betont Fath.