Die Industrie 4.0 muss schneller kommen. Die Politik macht Druck und nimmt die Organisation unter ihre Fittiche.

Die Industrie 4.0 muss schneller kommen. Die Politik macht Druck und nimmt die Organisation unter ihre Fittiche. Red150770 – Fotolia.com

Das Thema Industrie 4.0 soll in der Plattform Industrie 4.0 auf eine breitere politische und gesellschaftliche Basis gestellt und sowohl thematisch als auch strukturell neu ausgerichtet werden. Neue Themen wie Sicherheit vernetzter Systeme, rechtliche Rahmenbedingungen, Arbeit sowie Aus- und Weiterbildung würden dies erfordern.

Bundesminister Sigmar Gabriel: „Mit der Neuausrichtung der Plattform wollen wir schnell zu ersten Ergebnissen kommen, damit diese in konkreten Anwendungsbeispielen von den Unternehmen getestet und anschließend in Geschäftsmodellen umgesetzt werden können. Unser Ziel ist es, Industrie 4.0 zu einer Erfolgsgeschichte für Deutschland zu machen und unser Land als Leitanbieter für cyber-physische Produktionssysteme zu etablieren.“

Bundesministerin Johanna Wanka sagte: „Als fortschrittliche Industrienation müssen wir den Anspruch haben, die digitale Revolution zu gestalten.“ Für die Umsetzung von Industrie 4.0 in Deutschland ist laut Wanka wichtig, dass gerade mittelständische Unternehmen stärker in die Lage versetzt werden, die Chancen von Industrie 4.0 zu nutzen. „Dafür müssen wir die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Informationstechnik verbessern und haben gerade die Forschung in diesem Bereich verstärkt“, so Wanka.

So soll die neue Plattform Industrie 4.0 aufgebaut sein.

So soll die neue Plattform Industrie 4.0 aufgebaut sein.BMWi

Das Leitungsgremium der Plattform wird neben Bundeswirtschaftsminister Gabriel und Bundesforschungsministerin Wanka mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften besetzt. Ein Strategiekreis mit Vertretern aus Bundesressorts, Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Bundesländern wird die Aufgabe der politischen Steuerung sowie die Rolle von Multiplikatoren übernehmen. Ein Lenkungskreis, bestehend aus Unternehmern, den Leitungen der Arbeitsgruppen und unter Beteiligung des Bundeswirtschaftsministeriums und Bundesforschungsministeriums, wird als Entscheidungsgremium für die Strategieentwicklung, technische Koordinierung und Umsetzung verantwortlich sein.

Die Plattform Industrie 4.0 hat ihre inhaltlichen Schwerpunkte zunächst in fünf Arbeitsgruppen: Referenzarchitektur, Standardisierung und Normung, Forschung und Innovation, Sicherheit vernetzter Systeme, Rechtliche Rahmenbedingungen und Arbeit, Aus-/Weiterbildung.

Bei der Auftaktveranstaltung der Plattform Industrie 4.0 am 14. April 2015 auf der Hannover Messe werden die ersten Ergebnisse der bisherigen Verbändeplattform sowie Ausblick, Zielrichtung und Agenda der Plattform vorgestellt. Erste greifbare Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen sollen bis Ende des Jahres erarbeitet und auf dem IT-Gipfel vorgestellt werden.