Auf der SPS/IPC/DRIVES stellte die EPSG die Version 2 der Ethernet Powerlink-Spezifikation vor. „Die intensive Arbeit der EPSG-Mitglieder in den Arbeitskreisen zeigt Früchte“, sagte Wolfgang Schnurbusch, Leiter des Arbeitskreises Technik. Er sieht die wesentlichen Eigenschaften bzw. Vorteile in der Integ‧ration der CANopen Kommunikations- und Geräteprofile, der transparenten Geräteadressierung sowie der durchgängigen Kommunikation auf Basis von IP-Protokollen. Ebenso wichtig sind ihm aber auch die erweiterte Diagnose, Wartung und Fehlerbehandlung sowie der einfache Gerätetausch, ohne dass besonderes Netzwerk-Know-how von Nöten wäre.
Die künftig identischen Datenformate und kompatiblen Kommunikationsdienste von Ethernet Powerlink und CANopen sorgen für eine nahtlose Durchgängigkeit zwischen beiden Systemen. Die besondere Nähe zu CANopen dürfte darin begründet sein, dass Powerlink auf das CAN-basierende Bussystem von B&R zurückgeht. Mit der Übernahme der CANopen-Profile können viele Geräteanbieter nun relativ rasch an Powerlink partizipieren – und wollen es wahrscheinlich auch. Denn während alle anderen Feldbusvereinigungen ihre Profile und Protokolle längst in Richtung Ethernet portieren, fehlt der CAN-Gemeinde ein Kristallisationspunkt, oder doch nicht?