180 Automatisierungsspezialisten kamen Anfang Juni zum zweitägigen B&R-Usermeeting nach Salzburg.

180 Automatisierungsspezialisten kamen Anfang Juni zum zweitägigen B&R-Usermeeting nach Salzburg.

Am 3. und 4. Juni trafen sich rund 180 Anwender aus der Automatisierungsbranche in Salzburg zum User-Meeting von B&R. Die insgesamt 22 Erfahrungsberichte und Anwendungsbeispiele brachten interessante Einblicke in die Steuerungs- und Antriebstechnik. Die Arbeitsweise mit B&R-Softwaretools wurde praxisnah Schritt für Schritt demonstriert, so dass leicht nachvollziehbar war, wie zum Beispiel die intelligente Autovervollständigung die Programmierung mit Automation Studio erleichtert oder die Simulation mit Win IO funktioniert.

Neben den Eigenschaften der neuen Automation Studio Version 3.0 und den Möglichkeiten der I/O-Simulation wurde beispielsweise die Eigensystemdiagnose mit dem System Diagnostics Managers vorgestellt. Anton Meindl erläuterte diesbezüglich die unterschiedlichen Diagnosemöglichkeiten unter anderem bei X2X-Link, beschrieb aber auch die Möglichkeiten die IO-Link und Smart Wire von Moeller bieten. Ein weiteres Thema war die Regelung hydraulischer Antriebe sowie die aktuellen Entwicklungen bei Powerlink. Beispielsweise berichtete Stefan Schönegger, dass bei Gigabit Powerlink durch die verkürzten Frameabstände mehr Teilnehmer angesprochen werden können. Erste Produkte für diese Technologie sind für 2011 geplant. Raimund Ruf referierte über die Entwicklungen bei HMIs, wie der Dual Core-Technologie und Displayvarianten. Außerdem befasste er sich mit der Problematik des Image Sticking, wen dieser „burn-in-Effekt“ betrifft und wie er sich vermeiden lässt

Mehrere Anwender stellten mit B&R-Komponenten realisierte Projekte vor. Beispielsweise die Niederspannungs-Netzsynchronisierung im Steuerungssystem von GE Energy. Besonders interessant war der Vortrag von Walfgang Lahn von der Liba Maschinenfabrik GmbH. Er berichtete sehr anschaulich wie es dem Hersteller von Kettenwirkmaschinen dank Software-Standardisierung mit Automation Studio und einem modularen Anlagenaufbau gelingt, die unterschiedlichsten Webmaschinen kundenspezifisch in wenigen Tagen zu liefern.

Am zweiten Tag gehörten die Integration von Schrittmotoren, das Rapid Prototyping mit Matlab Simulink (siehe IEE 8/07) sowie der Aufbau von Sicherheitskonzepten mit Safe Logic zu den Vortragsthemen. Außerdem demonstrierte Stefan Hufnagl an einem Modell die Funktionalität von Generic Motion Control und wie einfach sich ein Roboter damit steuern lässt. Die Applikationsberichte der Anwender kamen von der Otto Bihler Maschinenfabrik und Stäubli Robotics. Zum Schluss verwandelte Thomas Pospiech von der Hoschule Heilbronn das Auditorium in einen Hörsaal. Sehr anschaulich und gar nicht trocken zeigte er wie sich schwingungsfähige Systeme durch mathematische Optimierung resonanzfrei Positionieren lassen.