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“Electronics.Production.Augmented.“ – unter dieses Motto stellt die productronica ihre Sonderschau auf der Messe und damit auch das Trendthema Industrie 4.0 unter einem neuen Aspekt.
Maschinen lassen sich lagegerecht in die reale Umgebung einblenden und Materialflüsse jederzeit simulieren.

Das Thema Industrie 4.0 stellt die Elektronikfertigung vor große Herausforderungen, bringt aber auch viele Vorteile. Die Einsatzmöglichkeiten und genauen Abläufe in den Maschinen bleiben für viele Werker an der Linie jedoch oft abstrakt. Daher haben sich die productronica und der VDMA Productronic für die Sonderschau der kommenden Messe etwas Besonderes ausgedacht: Mit Hilfe von Augmented und Virtual Reality werden an fünf verschiedenen Elektronikfertigungsmaschinen unterschiedliche Einsatzszenarien von Industrie 4.0 visualisiert. „Wir wollen zeigen, wie Industrie 4.0 das Leben derjenigen erleichtern kann, die tagtäglich mit den Maschinen umgehen“, erläutert Christian Rocke, Projektleiter productronica. „Das ist nicht nur für unsere Besucher interessant, sondern bietet gleichzeitig einen spannenden Mehrwert für unsere Aussteller der Sonderschau.“

Die besten Innovationen visuell erleben

Die Produktion ist prädestiniert für Technologien wie Augmented oder Virtual Reality. An den Bändern ist viel automatisiert und wo Menschenhand eingreift ist die den Umgang mit der Technik gewohnt. Neben der eigentlichen Produktion unterstützt Augmented Reality auch die Produktions- und Anlagenplanung in der Automobilindustrie. Maschinen lassen sich lagegerecht in die reale Umgebung einblenden; Materalflüsse lassen sich simulieren. Aber auch im Bereich des Engineering-Prozesses – also von der Forschung bis hin zum Design – haben Augmented oder Virtual Reality eine ebenso große Spielwiese. Daneben zeigt sich Augmented oder Virtual Reality auch im Service, wenn es um Wartung und Reparatur geht und im Training für die Mitarbeiter.

Das Konzept der Sonderschau greift die neue Cluster-Struktur der productronica auf: Alle Aussteller aus den fünf Clustern PCB & EMS, SMT, Cables, Coils & Hybrids, Semiconductors und Future Markets können bei einem Call for Participation ihre Innovationen einreichen. Ein unabhängiges Komitee legt die fünf Produkte fest, die dann mit der besonderen Darstellungsform von Augmented und Virtual Reality vom 10. bis 13. November in München gezeigt werden.

Industrie 4.0 visuell erleben

Wie sieht das Innenleben der Maschine aus? Was passiert gerade in unzugänglichen Bereichen der Maschine? Welche Anweisungen gibt die Maschine dem Werkstück? Interessante Fragen, deren Antworten sich mit Hilfe von Augmented und Virtual Reality visualisieren lassen. „Die Weiterentwicklung der Mensch-Maschine-Schnittstelle ist seit jeher ein Schlüssel für den Erfolg des deutschen Maschinenbaus. Der Werker will nicht nur eine bedienerfreundliche, sondern auch eine verständliche Maschine.“, verdeutlicht Dr. Eric Maiser, Geschäftsführung VDMA Productronic. Die Anwendungen für Industrie 4.0, die Elektronikfertigungsmaschinen aufwerten, vereinfachen und verbessern können, sind vielfältig: „Wir erleben damit gerade die Evolution vom fest eingebauten Touch-Panel Display zur Bedienung mit Tablet. Fernwartung wird erheblich erleichtert“, setzt Maiser nach. Wird das Tablet an verschiedene Teile einer Maschine gehalten, erkennt das Programm diese und zeigt sofort die passende Bedienungsanleitung oder Arbeitsanweisung an – das Benutzerhandbuch kann im Schrank bleiben. „Für viele Bereiche wird Virtual und Augmented Reality bereits genutzt – man denke beispielsweise an die Gaming-Branche, virtuelle Planungstools für den Automobilbau und Architekten oder die „Sternatlas“-App für‘s Handy“, erklärt Maiser. „Für die Elektronikfertigung gibt es hier noch sehr viel Potential und wir wollen im Rahmen der Sonderschau einige Möglichkeiten aufzeigen.“

Productronica 2015: Halle B3, Stand 133