Die derzeit fünf Angestellten in Kunshan arbeiten in der „startup factory“, in der Produktionsflächen angemietet wurden. Die „startup factory“ bietet hoch spezialisierten deutschen Mittelständlern wie Labom die Möglichkeit, Produktionsflächen ab 200 Quadratmeter anzumieten. Der Standort in Kunshan ist der erste Fertigungsstandort des Unternehmens außerhalb des Stammhauses in Hude. Damit trägt der Messgerätehersteller der Tatsache Rechnung, dass seine Exporte nach China von allen Ländern seit Jahren die höchsten Zuwachsraten verzeichnen.

Von 2008 bis 2012 hat sich der Auftragseingang aus China nach eigenen Angaben vervierfacht. Ähnlich hoch werden die sogenannten indirekten Exporte eingeschätzt. Mit der Errichtung eines eigenen Standorts in China wird das Ziel verfolgt, die gute Marktposition in China zu sichern, weil sich damit auch die wachsenden Ansprüche des chinesischen Marktes erfüllen lassen: kürzere Lieferzeiten, technischer Service vor Ort und kurzfristige kundenspezifische Anpassungen von Produkten. Diese Leistungen, die von Deutschland aus nur schwer zu erfüllen sind, kann der Standort in Kunshan nun bieten.

Mit der Eröffnung des neuen Standortes sichert das Unternehmen nach eigenen Angaben auch seinen Betrieb in Hude weiter ab. Der Erfolg auf dem chinesischen Markt bedeute auch Arbeit in Deutschland, denn man könne und wolle in China nie alles fertigen, allein schon aus Gründen des Know-how-Schutzes.