Martin Kapp, Vorsitzender des VDW, rechnet für mit weiterem Wachstum im Jahr 2013.

Martin Kapp, Vorsitzender des VDW, rechnet für mit weiterem Wachstum im Jahr 2013.VDW

Martin Kapp, Vorsitzender des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) führt dies auf die vollen Auftragsbücher bei anhaltend hoher Kapazitätsauslastung zurück. Auch für das Jahr 2013 erwartet er ein Wachstum des Produktionsvolumens. Mit 1 % liegt seine Prognose zwar vergleichsweise niedrig. Dennoch ist er sicher: „Damit wird die Branche ihre Bestmarke aus dem Jahr 2008 wieder erreichen.“

Einen großen Anteil am letztjährigen Zuwachs hat der Export. Er erreichte mit einem Anstieg von 20 % 9,5 Milliarden Euro, ein neuer Rekordwert. Mit 2,4 Milliarden Euro hat China den mit Abstand größten Anteil am Exportvolumen. 2012 gingen 14 % mehr Wergzeugmaschinen nach Fernost als im Vorjahr. Der Inlandsmarkt tritt dagegen mit einem Produktionsvolumen von 6,8 Milliarden Euro auf der Stelle.

Für das Jahr 2013 ist Kapp zuversichtlich: „Alles in allem bietet das weltwirtschaftliche Umfeld 2013 Rückenwind. Frühindikatoren wie der weltweite Einkaufsmanagerindex und das Ifo-Geschäftsklima für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie weisen seit einigen Monaten nach oben.“ Allerdings bleibe die Inlandsnachfrage verhalten. Als Gründe führt Kapp Diskussionen um Steuererhöhungen und die schlingernde Energiewende an. Auch hohe Energiepreise, die weiterhin schwelende Unsicherheit im Eurofinanzwesen und nicht zuletzt die Ankündigung hoher Lohnforderungen trügen dazu bei.