Karsten Schneider, Vorstandsvorsitzender von PI und Naomi Nakamura, Global Director von CLPA auf der SPS IPC Drives 201.

Karsten Schneider, Vorstandsvorsitzender von PI und Naomi Nakamura, Global Director von CLPA auf der SPS IPC Drives 201. Redaktion IEE

Die digitale Kommunikation über Feldbus oder Industrial Ethernet ist in modernen Fertigungswerken verbreitet und ein Baustein, um die Produktivität zu steigern. PI geht davon aus, dass Megatrends wie Industrie 4.0 und das Industrial Internet of Things (IIoT) die Nachfrage nach intelligenter Kommunikation weiter forcieren wird. „Die bestehende heterogene Landschaft der Industrial-Ethernet-Standards führt jedoch zu dem Problem, dass Geräte und Maschinen verschiedener Kommunikationssysteme untereinander nicht zum Datenaustausch in der Lage sind“, erläutert Karsten Schneider, Vorstandsvorsitzender von PI. Maschinenbauer sind daher gezwungen, ihre Maschinen mit unterschiedlichen Netzwerktechnologien auszustatten. Entsprechend eingeschränkt sind Anlagenbetreiber bei der Auswahl von geeigneten Maschinen. Bislang bedarf es dafür Übergabe-Spezifikationen sowie komplizierte Wandler.

Systemübergänge ohne Stolpersteine schaffen

CLPA und PI wollen nun eine transparente und bidirektionale Kommunikation zwischen CC-Link-IE- und Profinet-Geräten über standardisierte Schnittstellen ermöglichen. „Die einfache Integration unterschiedlicher Netzwerke ist zu einem entscheidenden Faktor geworden. Anwender werden davon profitieren, wenn sie ihre IIoT-, Industrie 4.0- oder E-Factory-fähigen Systeme über Standards gestalten,“ meint Naomi Nakamura, Global Director von CLPA.

Im Fokus der Kooperation stehen Usecases wie die einfache Integration von kompletten Maschinen mit CC-Link Industrial Ethernet oder Profinet in das jeweilige andere Netzwerk (Koppler). Ebenso sollen Systemintegratoren in die Lage sein, Komponenten und Geräte mit Profinet- oder CC-Link-Anschaltung ins andere Netzwerk zu integrieren (Link). Ein dritter Usecase betrifft die Kopplung kompletter Anlagenteile (Gateway).

Auf der SPS IPC Drives fand bereits das erste Treffen der gemeinsamen Arbeitsgruppe statt, welche die entsprechenden erforderlichen technischen Spezifikationen für die drei Szenarien entwickeln soll.