Der Umsatz der Leiterplattenhersteller in Deutschland lag im Juni 2014 um 6,5 Prozent über dem langjährigen Mittel. Gegenüber dem einen Arbeitstag längeren Juni 2013 betrug das Wachstum 0,2 Prozent, berichtet der ZVEI-Fachverband PCB and Electronic Systems. Zuwächse verzeichneten insbesondere kleine Hersteller und Großunternehmen, dagegen gab es bei mittelgroßen Firmen einen leichten Rückgang. Kumuliert ist der Umsatz im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Prozent gewachsen. Die Zahl der Arbeitstage war gleich. Der Auftragseingang im Juni ging im Vergleich zum Juni 2013 um 5,5 Prozent zurück. Kumuliert übertraf er jedoch den Bestelleingang des ersten Halbjahrs 2013 um 5,8 Prozent. Auch im langjährigen Vergleich wurden mehr Aufträge erteilt. Der Trendindikator Book-to-Bill-Ratio ging auf 0,95 zurück. Die Mitarbeiterzahl der Branche ist erneut gestiegen. Im Juni wurden mehr Arbeitnehmer beschäftigt als im Mai. Gegenüber dem Vergleichsmonat 2013 betrug der Anstieg 2,9 Prozent. Insbesondere die großen Serienhersteller haben Personal aufgebaut.

Zum nächsten „Hoch“ eilten die Leiterplattenhersteller im Juli: Der Umsatz war laut ZVEI der höchste der Vergleichsmonate seit 2011. Das bisherige Niveau untermauert die positiven Erwartungen für das Gesamtjahr, gibt sich der Verband zuversichtlich. Der Auftragseingang war trotz Urlaubszeit sehr hoch. Normalerweise fällt der Monat Juli nur durchschnittlich aus. Lediglich das Nachkrisenjahr 2010 hatte höhere Werte. Die größten Volumen kamen aus dem Automobilbereich. Hier benötigt das Premiumsegment entsprechend hochwertige Leiterplatten. Das Book-to-Bill-Ratio erreicht im Juli daher erneut einen außergewöhnlichen Spitzenwert von 1,17 – so hoch wie seit 18 Monaten nicht mehr.