Tektronix hat für den Protokolltester K1297-G20 eine neue Software entwickelt, mit der sich für Testzwecke am Gb-Interface das Backbone eines GPRS-Netzwerkes (das network switching subsystem (NSS)) simulieren lässt. GPRS-Netzbetreibern und Herstellern von Mobiltelefonen steht mit dem K1297-G20 jetzt ein Werkzeug zur Verfügung, das das Zusammenwirken unterschiedlicher GPRS-Systemkomponenten gezielt analysiert. Tektronix reagiert damit auf den dringenden Bedarf beider Anwender-Zielgruppen – mit Messtechnik, die schnell und unkompliziert die einwandfreie Funktionsweise der GPRS-Komponenten im Gesamtsystem eines Mobilfunknetzes gewährleistet.


Der Markt braucht schnelle GPRS-Messtechnik


Weil Mobilfunktechnik der dritten Generation (3G) noch am Beginn der Entstehungsphase ist, ruhen derzeit alle Hoffnungen der Mobilfunkindustrie auf GPRS. GSM-Netzbetreiber können damit ihre Netzinfrastruktur beibehalten und dennoch, gestützt auf die hohe Datenüber-tragungsrate von GPRS, neue Umsatz versprechende Mehrwertdienste anbieten. Die Hersteller von GPRS-Handys kämpfen indes noch mit allerlei Hardware- und Software-Problemen, ihr Produktionsausstoß ist deshalb gedrosselt.


Hannes Schaedel, Chef des Tektronix-Geschäftsbereichs „Mobile Business“ sieht die Mobilfunkbranche unter starkem Druck: „In dem Maße, wie die Entwicklung von Mobilfunktechnik der dritten Generation ins Stocken geraten ist, wächst der Druck auf die Mobilfunkindustrie, 2,5G-Standards wie GPRS im Markt zu verankern. Wir haben als Erster die dazu erforderliche Messtechnik entwickelt, ein Komplettpaket, das das Backbone eines GPRS-Netzwerke simuliert und daraufhin das Reaktionsverhalten anderer Netzwerkkomponenten analysiert. Nur mit einer solchen gezielten Analyse des Zusammenwirkens einzelner Netzwerkkomponenten können die Gerätehersteller sicher sein, dass ihre Schaltungsdesigns später in GPRS-Netzwerken auch tatsächlich einwandfrei arbeiten.“


Ausgestattet mit der neuen GPRS-Software simuliert der Protokolltester K1297-G20 das Backbone eines GPRS-Netzwerks ab dem Base-Station-Subsystem (BSS). Anwender des Testers können mehr als 1000 Handys als Versuchsobjekte über eine BSS anschließen und deren Datenverkehr mit dem simulierten GPRS-Netzwerk in Sende- und Empfangsrichtung untersuchen.


Über das Gi-Interface kann ein K1297-G20 z.B. auf das Internet oder einen auf dem Protokolltester vorhandenen Webserver zugreifen und somit u.a. End-to-End-Tests durchführen. Umfangreiche Test Suites zum Testen der Konformität existieren für die Protokoll Layer Logical-Link-Control (LLC), Subnetwork-Dependent-Convergence-Protocol (SNDCP) und – GPRS-Mobile-Managements und des Session-Managements (GMM/SM). Mit diesen Eigenschaften ist der K1297-G20 gegenwärtig der einzige Protokolltester, mit dem sich das Zusammenwirken von GPRS-Handys, die über eine BSS angeschlossen sind, und GPRS-Netzwerken (Network-Switching-Subsystem) gründlich testen und analysieren lässt.