Das Prozessleitsystem Simatic PCS 7 wurde in Version 5.2 durch Hard- und Software erweitert. Die Neuerungen umfassen ein erweitertes Spektrum an Peripheriebaugruppen und Optimierungen im Bereich des Engineeringsystems. Es hat eine integrierte Failsafe-Technik. Alle Komponenten sind in die traditionellen prozessleittechnischen Funktionen eingebunden. Separate fehlersichere Systeme mit aufwendigen Kopplungen entfallen. Sowohl Standard- als auch fehlersichere Peripheriebaugruppen können kombiniert in den Standard-Controller eingesetzt werden.


In der Version 5.2 werden das für den Ex-Bereich geeignete dezentrale Peripheriegerät ET 200iS sowie das dezentrale Peripheriegerät ET 200X in PCS 7 eingebunden. Der Diagnoserepeater für Profibus erweitert die Diagnosefunktionen um Meldungen zum Beispiel von Bruch oder Kurzschluss von Datenleitungen.


Das Konzept ermöglicht den komplett redundanten Aufbau einer gesamten Anlage von den Operator-Stationen bis zum Anlagenbus, zum Beispiel mit redundantem 100 Megabit/s Industrial Fast Ethernet. Neu ist das Y-Link, mit dem jetzt auch einkanalige, das heißt nicht-redundante Profibus-DP-Stränge, in Hochverfügbarkeits-Lösungen mit PCS 7 eingebunden werden. Bisher mussten zwei redundante Bussysteme und auch zweikanalige Peripheriegeräte installiert werden – bei entsprechendem Aufwand und höheren Kosten. Die erweiterte Verbindungsdiagnose, zum Beispiel das Erkennen einer unterbrochenen Verbindung, wird jetzt auch von den Standard Simatic S7-400-CPU unterstützt.


Im Engineeringsystem sind die CFC (Continuous Function Charts) erweitert worden, um Baugruppentypen (auch die anderer Hersteller) einfach über XML-Dateien einbinden zu können. Beim Engineering der Arbeits- und Operator-Stationen ermöglichen neue Treiberbausteine eine spezifische und Kanal-genaue Diagnose mit Angabe der Fehlerursache, zum Beispiel Drahtbruch. Dies gilt für die digitalen und analogen Ein-/Ausgänge genauso wie für die zentrale und dezentrale Peripherie.