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„Durch den Druck, Systemkosten zu reduzieren und den Wunsch nach Unterstützung von hochleistungsfähigen 64-Bit-Systemen, stieg die Kundennachfrage nach einem Linux-Treiber stark an“, erläutert Werner Borchert, Produktmanager bei Basler Components in Ahrensburg bei Hamburg. Basler führt deswegen das Treiberpaket Pylon nun auch für das Be-
triebssystem Linux ein: Dieses Treiberpaket unterstützt alle Basler-Kameramodelle mit Gigabit-Ethernet (Gig-E)-Schnittstelle. Durch das vom Betriebssystem unabhängige Design sind nahezu alle Elemente der Windows-Variante auch in der Linux-Version zu finden, wie beispielsweise der Gig-E-Vision Filter-Treiber, das C++ Kamera-Interface und die Viewer-Applikation.
„Unser Ziel war es, so viel wie möglich von der Pylon-Windows-Version für Linux wiederzuverwenden. Dadurch ist der Entwicklungsaufwand auf Seiten des Anwenders bei einen Systemwechsel minimal,“ so Borchert weiter. Der Pylon-Treiber für
Linux eignet sich für die Scout- und
Pilot-Flächenkamera-Serien sowie für die Zeilenkamerafamilie Runner. Durch Verwendung des Gen-I-Cam-Standards können alle Kameramodelle über eine ein-
heitliche C++ Programmierschnittstelle in die Kunden­anwendung eingebunden werden. Dank des generischen Ansatzes die-ses Interfaces sind stets die aktuellen
Kamerafunktionen, wie z.B. der IO-Debouncer oder die automatische Belichtungssteuerung, ohne Treiber-Update für den Anwender verfügbar. Der Pylon-Gig-E-Vision-Treiber identifiziert die Bilddaten-Pakete von allen anderen ankommenden Ethernet-Paketen und leitet diese an die Vision-Applikation weiter. Der Linux-Treiber balanciert den dafür notwendigen CPU-Ressourcenbedarf gegen Systemabhängigkeiten zum Linux-Kern richtig aus. Unterschiedliche Linux-Distributionen für x86-Intel-Hardware können so unterstützt werden.
Der Pylon-Viewer bietet eine einfache und zugleich komfortable Möglichkeit Basler-Kameras zu testen und zu evaluieren. Die baumartige Anordnung der Kameraparameter erlaubt es auf einfache graphische Weise die optimalen Einstellungen zu finden. Alle Kamerafunktionen können auch von mehreren Kameras gleichzeitig erreicht und eingestellt werden.
Eine umfangreiche Dokumentation und eine Reihe von Beispielprogrammen in Source-Code unterstützen Anwender bei der schnellen Umsetzung ihrer spezifischen Anforderungen. (uns)