QNX TDP ermöglicht Embedded-Systemen die transparente Nutzung anderer Soft- und Hardwareressourcen im Netzwerk, indem sie eine Gruppe verschiedener vernetzter Systeme als ein virtuelles „Supersystem“ darstellt. Die Technologie benötigt keine spezielle Softwareprogrammierung und ist daher einfach zu benutzen. Damit hilft QNX TDP, die Hardwarekosten zu reduzieren und die Fehlertoleranz für eine Reihe von Embedded-Anwendungen zu erhöhen, von Internet-Routern bis hin zu In-Car Infotainment-Netzwerken. QNX TDP erlaubt jedem Gerät den Zugriff auf die Ressourcen jedes anderen Gerätes im Netzwerk, einschließlich Disks, Internetverbindungen, Datenbanken und Grafikdisplays – und zwar so, als wären diese Ressourcen auf dem lokalen System vorhanden. Diese Transparenz kann Hardwarekosten verringern, da Geräte ihre Ressourcen mit anderen teilen können, anstatt sie in mehrfacher Ausführung verbauen zu müssen. Verfügt beispielsweise ein Gerät über einen großen Flash-Speicher, so kann es dies gegenüber anderen Geräten bekannt geben und ihnen den Zugriff erlauben. QNX TDP vereinfacht auch das Design von verteilten, hochverfügbaren Systemen. Eine Applikation kann zum Beispiel auf einen weit entfernten Dienst zugreifen, ohne dabei wissen zu müssen, wo dieser Dienst läuft oder ob er zur Fehlertoleranz auf mehrere Knoten repliziert ist. Dabei schickt die Applikation einfach eine Nachricht über Standard POSIX Calls ab und QNX TDP übermittelt die Nachricht zum richtigen Knoten. In herkömmlichen Systemen ist der Zugriff auf Peripherie und systemnahe Softwaredienste auf anderen Netzwerkknoten sehr komplex: Entwickler müssen eine Art lokalen Proxy oder ein Gateway implementieren, zusammen mit einem Ermittlungsmechanismus und einem Protokoll, speziell für die Peripherietypen, auf die zugegriffen werden soll. Kombiniert mit dem Overhead eines Kommunikationsprotokolls wie TCP/IP kommt signifikanter Aufwand und eine erhöhte Latenzzeit hinzu.

( Quelle:QNX )