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MSC Vertriebs GmbH

Mit dem MSC Q7-NT2 stellt die MSC Vertriebs GmbH ihr erstes, auf einem ARM-Prozessor basierendes Qseven-Modul vor. Die kompakte Baugruppe verbraucht nur 5 W (typ.) und ist für den erweiterten Umgebungs-temperaturbereich von -40 bis +85 °C spezifiziert. Die Grafikleistung des Embedded-Moduls ermöglicht das Abspielen von HD-Videos. Für das Qseven-Modul wird derzeit das Betriebssystem Windows CE und Support für das quelloffene, freie Linux angeboten. Zukünftig gibt es weitere Alternativen, da Microsoft erst kürzlich bekannt gegeben hat, dass die nächste Windows-Version neben Intel‘s x86-Prozessoren auch die ARM-Architektur unterstützen wird.
Das leistungsfähige Qseven-Modul MSC Q7-NT2 basiert auf dem Low-Power-Prozessor Tegra 290 von NVidia mit Dual-Core ARM Cortex A9, der mit bis zu 1 GHz getaktet wird. Die ARM/RISC-Prozessorarchitektur wird von der im September letzten Jahres freigegebenen Version 1.20 des offenen Qseven-Standards unterstützt. Als Speicher sind auf dem Modul ein bis zu 1 GByte großes DDR2-SDRAM und ein NAND Flash Memory mit einer maximalen Kapazität von 8 GByte vorgesehen.
Der onboard 3D-Grafikcontroller GeForce OpenGL ES 2.0 des Grafikspezialisten NVidia bietet eine Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Der Grafikcontroller unterstützt MPEG4/H.264 Video Encoding (D1) und Decoding (Full HD). Zum Anschluss von zwei großflächigen Displays sind eine HDM 1.3I-Schnittstelle und ein zweikanaliges LVDS-Interface vorgesehen. Über den Videoeingang 1x 8-bit BT.656 (Feature-Stecker) lässt sich eine Kamera anschließen.
Durch die besonderen Grafikfähigkeiten ist das Qseven-Modul besonders für Visualisierungsanwendungen, zum Beispiel im Medizinbereich, und für Bildaufbereitungsaufgaben ausgelegt. Ebenfalls können damit anspruchsvolle Digital Signage-, Multimedia-, Entertainment- und Internet-TV-Systeme realisiert werden. Darüber hinaus eignet sich die Plattform aufgrund des erweiterten Temperaturbereichs auch für Industrieanwendungen in rauen Umgebungen und Transportation-Applikationen.
An Standardschnittstellen verfügt die Baugruppe über drei PCI Express x 1-Kanäle, bis zu vier USB 2.0 Hosts, ein USB OTG, ein serielles UART Interface, AC 97 Audio und 10/100/1000 Base-T Fast-Ethernet (IEEE-1588 Real Time). Zusätzlich sind eine I2C-Schnittstelle bis 400 kbit/s und ein SPI Interface vorhanden. Der Anschluss einer Speicherkarte ist über die SD/SDIO/MMC-Schnittstelle möglich. Die Anwenderdaten können auch über zwei SATA II-Kanäle gespeichert werden.