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Durch den Neubau im Jahr 2014 hat sich am Firmensitz von Hannusch Industrieelektronik die Produktionsfläche um 2000 m² auf 4000 m² verdoppelt.
Der Firmensitz wurde bereits im Jahr 2007 erstmals mit einem Neubau erweitert – rechtzeitig zum 20. Firmenjubiläum ein Jahr später.
Der mit dem Neubau geschaffene neue SMT-Fertigungsbereich ist großzügig dimensioniert und bietet noch viel Platz für weiteren Kapazitätsausbau.
Hell und freundlich: Die neue SMT-Fertigung im jüngst fertiggestellten Neubau ist den aktuellen Bedürfnissen angepasst.
Im Jahr 2007 erfolgte der erste Spatenstich für einen Neubau: Damals vergrößerte sich die gesamte Fertigungsfläche auf mehr als 1.000 m².
Gut geschulte Mitarbeiter sind ein wertvolles Gut, gerade wenn es um die Expertise im Handlöten geht.
Mit dem Schaltschrankbau hat sich Hannusch ein weiteres Standbein geschaffen.
Zum Bereich Schaltschrankbau gehören auch die die Entwicklung und Produktion von Steuerungsanlagen sowie der Anlagen- und Sondermaschinenbau.
Großzügig gestaltet ist auch das 300 m² große Schulungszentrum, das sich nun im Neubau befindet.
Da fehlen glatt die Schultüten: 1. Schulungsklasse nach der Wiedereröffnung des Schulungszentrums im Neubau.
Im modernen Schulungszentrum finden neben den AVLE-Schulungen auch Kurse für beispielsweise Technische Einkäufer und Auszubildende und auch Eagle-Grundkurse statt.

Man muss sich kümmern, stets mit Herz und am besten persönlich, sonst ist man auf verlorenem Posten. Die Frau, die diese Ansicht vertritt, weiß wovon sie spricht: Claudia Hannusch lenkt seit bald 30 Jahren ein Dienstleistungsunternehmen in der heiß umkämpften Elektronikfertigungsbranche. Die vor allem in Deutschland und Europa durch massive Produktionsabwanderung und Konsolidierung gebeutelte Branche hat es über die Jahre geschafft, Nischen für sich zu entdecken und sich damit auf dem internationalen EMS-Parkett zu behaupten. Ihre Nische vor 27 Jahren war es, die THT-Bestückung für elektronische Baugruppen als Dienstleistung anzubieten. Seither stehen die Zeiger ungebrochen auf Wachstum. Selbst während der Weltwirtschaftskrise 2008/2009 konnte sie ein Wachstum verzeichnen – wenn auch ein deutlich verlangsamtes.

Vorausschauende Kapazitätserweiterung

Eine wie keine: Claudia Hannusch kann auf eine sehr erfolgreiche fast 30-jährige Firmengeschichte zurückblicken.

Eine wie keine: Claudia Hannusch kann auf eine sehr erfolgreiche fast 30-jährige Firmengeschichte zurückblicken.Marisa Robles Consée

Mit dem kontinuierlichen Erfolg wurden nunmehr die Räumlichkeiten zu klein, weshalb im Jahr 20014 der Spatenstich für einen Erweiterungsbau und damit die Verdoppelung der Standortfläche auf 4000 m² erfolgte: „Die etwas beengten Platzverhältnisse in manchen Abteilungen führten schlussendlich zu dem Schritt, die Betriebsfläche zu verdoppeln“, begründet Claudia Hannusch die Baumaßnahmen. Die durch den Anbau gewonnenen zusätzlichen 2000 m², verteilt auf zwei Stockwerke, schufen Platz für die Schaltschrankbau/Baugruppenmontage und SMT-Fertigung. Beim Rundgang durch die hellen und freundlich gestalteten Räumlichkeiten wird klar: Das Ende der Fahnenstange ist hinsichtlich des Kapazitätsausbaus noch lange nicht erreicht. Kein Wunder also, wenn Gründerin, Inhaberin und Geschäftsführerin von Hannusch Industrieelektronik zuversichtlich in die Zukunft blickt: „Wir sind überzeugt, dass dies ein weiterer Schritt in Richtung nationaler, aber auch internationaler Wettbewerbsfähigkeit ist.“

Im Zuge der Baumaßnahmen wurde auch in den Maschinenpark investiert. Zwischenzeitlich fertigt der Elektronikfertigungs-Dienstleister auf vier SMT-Bestücklinien kundenspezifische elektronische Baugruppen, aber auch Besonderheiten, wie Dünnschicht-Solarzellen, die mittels  UV-härtendem Kleber auf die Leiterplatte appliziert werden. Das ist alles andere als trivial, betont Michael Hannusch: „Es war schwierig, einen leitendenfür die Baugruppe sowie die Solarzelle stressfrei härtenden, aber vor allem, elastischen Kleber zu finden, der sich den empfindlichen Solarzellen gut anpassen konnte und auch bei Temperaturschwankungen die Solarzelle nicht zum Springen brachte. Auch war die Nutzengestaltung eine Tüftelarbeit, damit die hauchdünnen Solarzellen bei der Vereinzelung nicht beschädigt werden.“ Die aufwändig herzustellenden Solarmodule sind da kein Einzelfall, berichtet Michael Hannusch, der als Sohn auch designierter Nachfolger und als Leiter Prozesse und Technologien für die Fertigung sowie die Entwicklungsabteilung im Hause Hannusch verantwortlich ist: „Zum Leistungsspektrum gehört daher auch der Aufbau und die Beratung beim Prototypenbau und die Überführung in die Serienproduktion.“ Die Losgröße reicht dabei vom Losgröße 1 und Musterbau bis hin zu Serien mit mehreren 1000 Stück.

Der designierte Nachfolger ist Sohn Michael Hannusch, der als Leitung Prozesse und Technologien für die Fertigung sowie die Entwicklungsabteilung im Hause Hannusch verantwortlich ist.

Der designierte Nachfolger ist Sohn Michael Hannusch, der als Leitung Prozesse und Technologien für die Fertigung sowie die Entwicklungsabteilung im Hause Hannusch verantwortlich ist.Marisa Robles Consée

Made in Germany

Als Komplettanbieter für Baugruppen und ganze Geräte ist das Produktspektrum vielseitig. Kooperationen mit diversen Partnern für Kunststoffteile, Mechanikteile, Blechteile und Pulverbeschichtung sorgen zudem für ein vielfältiges Angebot. Bei Bedarf gibt es ein ganzes Full-Service-Paket, welches das gesamte EMS-Spektrum widerspiegelt wie Entwicklung, Materialbeschaffung, Fertigungs- und Test-Dienstleistung (AOI auch für Fremdfirmen), Prüfgeräteentwicklung und deren Fertigung, Logistikkonzepte, Eilservice und After-Sales-Management. Immer mehr nachgefragt werden Rework- und Repair-Dienstleistungen. Parallel dazu hat sich Claudia Hannusch mit dem Schaltschrankbau ein weiteres Standbein geschaffen. Damit einher gehen die Entwicklung und Produktion von Steuerungsanlagen, Anlagen- und Sondermaschinenbau.

Baugruppenfertigung: Die Losgröße reicht dabei vom Musterbau bis hin zu Serien mit mehreren 1000 Stück.

Baugruppenfertigung: Die Losgröße reicht dabei vom Musterbau bis hin zu Serien mit mehreren 1000 Stück.Hannusch

Die Nachfrage ist groß und erstreckt sich über das gesamte Erdenrund: „Wir liefern in die ganze Welt“, versichert sie. Dennoch sind viele ihrer Kunden im Umkreis von um die 200 km zu finden: „Die Produktion in Deutschland ist mit einem sehr hohen Qualitätsanspruch gekoppelt“, betont sie, auch mit Blick auf ihre eigene Erfolgsgeschichte. So was spricht sich rum, weshalb durch Mundpropaganda stets die Auftragsbücher gut gefüllt sind. In der hiesigen Produktionslandschaft gäbe es einen ganz anderen Anspruch auf die Bestückung, die einen sehr engen Schulterschluss mit dem Kunden erforderlich mache: „Kurze Wege bedeuten kurze Reaktionszeiten“, sagt sie und meint damit, dass, bis ein Produkt die Marktreife erlebt, es oft mehrerer Konstruktionsversionen bedürfe, die ohne engmaschige Kommunikation kaum zum gewünschten Resultat führen würden. „Ich bin ein Verfechter von Made in Germany und davon in Deutschland zu produzieren“, fegt sie daher Anfragen zu Expansionsbestrebungen ins Ausland vom Tisch.

Qualität durch Weiterbildung

Die an eine Fertigung gestellten Anforderungen sind einem stetigen Wandel unterworfen. Um dabei einen hohen Qualitätsanspruch halten zu können, müssen auch die Mitarbeiter auf dem neuesten Stand der technischen Entwicklungen sein. Daher ist Hannusch nicht nur aktives Mitglied im Fachverband FED, sondern auch in verschiedenen Arbeitskreisen und Forschungsprojekten aktiv. Zudem hat Hannusch zusammen mit namhaften Firmen ein Qualifizierungsboard entwickelt, um auch bei kleinsten Stückzahlen die Prozesssequenz evaluieren zu können. Dadurch sei es möglich, produktunabhängig Fertigungsablaufs- und Materialfehler zu eliminieren und die Wirtschaftlichkeit signifikant zu erhöhen.

Gemeinsam mit Rafi, Zollner und Ersa hat Hannusch vor ein paar Jahren den Ausbildungsverbund Löttechnik Elektronik „AVLE“ gegründet, mit dem Ziel, die Qualität, Zuverlässigkeit und Reproduzierbarkeit von Handlötstellen zu verbessern. Hochwertige Schulungsunterlagen, professionell ausgestattete Kursstätten und qualifizierte Trainer aus der Praxis liefern jedem Teilnehmer wichtiges Hintergrundwissen in enger Verknüpfung mit den handwerklichen Fertigkeiten im praktischen Bereich. Die standardisierten Schulungsmodule dauern jeweils zwei bis drei Tage, sind jeweils in sich abgeschlossen und bauen aufeinander auf. Jedes Modul wird nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung im persönlichen Lötführerschein des Teilnehmers eingetragen. Damit hat der Arbeitgeber immer einen Überblick über die Qualifikation seiner Mitarbeiter oder auch von Bewerbern.

In diesem Zusammenhang hat Hannusch mit „Hannusch Schulung & Technologie“ im Jahr 2008 einen weiteren Geschäftsbereich gegründet. Das großzügig gestaltete und mit modernen Handlöt-Equipment ausgerüstete Schulungszentrum wurde am 09. März 2015 im Neubau wiedereröffnet: Auf insgesamt 300 m² befinden sich Theorie- und Praxisräume sowie Sozialräume. In dem Schulungscentrum finden unter anderem die AVLE-Kurse sowie Kurse für beispielsweise Technische Einkäufer und Auszubildende und Eagle-Grundkurse statt. „Wir möchten interessierten Menschen die Möglichkeit geben, sich fundierte und in der Praxis erprobte Fähigkeiten anzueignen und somit als Fachkraft in einer der Wachstumsbranchen bessere berufliche Chancen zu haben“, begründet Geschäftsführerin Claudia Hannusch ihre Bestrebungen im Ausbildungssektor und den jetzt fertiggestellten umfassenden Ausbau ihrer bisherigen Schulungseinrichtungen.

SMT Hybrid Packaging 2015: Halle 7, Stand 358