Blockdiagramm des 77 GHz Radar-Transceiver-Chipsatzes MRD2001.

Blockdiagramm des 77 GHz Radar-Transceiver-Chipsatzes MRD2001.Freescale

Eine umfassende Systemlösung für preisgünstige Radar-basierte ADAS-Systeme (Advanced Driver Assistance System) steht ab sofort von Freescale zur Verfügung: Der Microcontroller Qorivva MPC577xK und der 77-GHz-Radar-Transceiver-Chipsatz MRD2001 können in Autos aller Klassen einfließen, da deutlich weniger Komponenten benötigt werden. Das ist wohl auch nötig, um bei Euro-NCAP oder dem US-amerikanischen Five-Star-Programm mithalten zu können. Im Rahmen des Euro-NCAP-Programms gewonnene Daten legen nahe, dass Sicherheitssysteme wie AEB (Autonomous Emergency Braking) die Zahl der Unfälle um bis zu 27 % verringern und die der Toten und Verletzten beträchtlich reduzieren könnten. Euro-NCAP plant, AEB schon Anfang 2014 in sein Five-Star-Bewertungssystem für die in Europa angebotenen Autos aufzunehmen.

Blockdiagramm der Qorivva-Mikrocontrollers MPC577xK.

Blockdiagramm der Qorivva-Mikrocontrollers MPC577xK.Freescale

Mit dem neuen Chipsatz von Freescale können Autohersteller Frontradarsysteme mit hoher und mittlerer Reichweite für die Abstandsregelung und autonome Notbremssysteme realisieren und darüber hinaus im toten Winkel und von der Seite drohende Gefahren erkennen – und das alles mit einer einzigen skalierbaren Multi-Kanal-Lösung. Je nach Ausbaustufe sind damit Single- oder Multi-Beam-Lösungen machbar. Der Mikrocontroller verfügt über spezielle Hardware-Blöcke, die die Radarsignale erfassen und auswerten (zum Beispiel eine FFT-Berechnung) und damit den CPU-Core entlasten.

„Freescales neue Systemlösung für automobile Radarsysteme eröffnet für die Autohersteller eine noch nie da gewesene Integrationsdichte mit allen daraus resultierenden Vorteilen, wie weniger Komponenten, geringerer Softwarekomplexität und niedrigeren Kosten,“ erklärte Bob Conrad, Senior Vice President und General Manager des Geschäftsbereichs ‚Automotive MCUs‘ bei Freescale. „Auch preislich ist diese Lösung so attraktiv, dass Sicherheitssysteme, die sich einmal bewährt haben, in eine breitere Palette von Fahrzeugmodellen einfließen können.“

„ADAS-Lösungen werden mehr und mehr eingesetzt und sind längst nicht mehr nur den Fahrzeugen der Luxusklasse vorbehalten. Die Autohersteller suchen momentan nach Wegen, ausgeklügelte Sicherheitsfunktionen in ihre gesamte Modellpalette einfließen zu lassen, und dafür benötigen sie höher integrierte, kostenoptimierte Lösungen,“ ließ Ian Riches, Director – Global Automotive Practice bei Strategy Analytics, wissen. „Mit den Radarlösungen von Freescale verfügen Autohersteller über praktisch alle Zutaten für skalierbare ADAS-Applikationen. Für die Realisierung kompletter Systeme werden keine weiteren Halbleiter oder Komponenten mehr benötigt. Und auch die Kunden, die nicht im Luxussegment kaufen, werden künftig von noch  sichereren, moderneren und zuverlässigeren Fahrzeugen profitieren können.“