Die Bausteine MAX6819 und MAX6820 überwachen eine Primärspannung, um abhängig davon einen externen MOSFET ein- oder auszuschalten. Dieser MOSFET arbeitet als Schalter für die zweite Versorgungsspannung. Die Bausteine bestimmen die Reihenfolge, in der die Spannungen den Systemkomponenten zugeschaltet werden. Dies ist besonders dann wichtig, sobald die Ein- und Ausschaltcharakteristik einer Spannungsversorgung nicht garantiert werden kann oder unbekannt ist. Bei Spannungen, die vom Systembus geliefert werden oder zugekauften Modulen ist dies häufig der Fall.


Sobald sich die Primärspannung unterhalb einer vom Anwender einstellbaren Schwelle befindet, ist der externe N-Kanal-MOSFET ausgeschaltet und somit die zweite Versorgungsspannung nicht an den Systemkomponenten präsent. Sobald die Primärspannung die Schwelle überschreitet, schaltet sich die , interne Ladungspumpe beim MAX6819 nach einer Verzögerungszeit von 200 ms ein und treibt den externen MOSFET. Diese Ladungspumpe sorgt für ein volles Durchschalten des MOSFET, so dass die Verluste über dem Einschaltwiderstand minimiert werden.


Der MAX6819 bietet einen logikgesteuerten Schalteingang für den externen MOSFET. Beim MAX6820 kann mittels externem Kondensator die Schaltverzögerung für die zweite Versorgung programmiert werden. In Systemen mit mehr als zwei Versorgungsspannungen können mehrere Bausteine hintereinandergeschaltet werden, um alle Spannungen in bestimmter Folge einzuschalten. MAX6819 und MAX6820 arbeiten über einen Temperaturbereich von -40 °C bis +125 °C, sind im SOT-23-Gehäuse mit sechs Anschlüssen verfügbar.