Wie sein Vorgänger Rob Green (rechts) will auch der neue Präsident und CEO von Renesas Electronics Europe, Gerd Look, ein verstärktes Engagement im Automotive-Bereich – und hier unter anderem besonders bei ADAS.

Wie sein Vorgänger Rob Green (rechts) will auch der neue Präsident und CEO von Renesas Electronics Europe, Gerd Look, ein verstärktes Engagement im Automotive-Bereich – und hier unter anderem besonders bei ADAS.Alfred Vollmer

Das japanische Staatsunternehmen INCJ hat Renesas über eine Milliarde Dollar überwiesen. Diese Investition geht mit einer Umstrukturierung einher, die das Automotive-Geschäft eher stärkt. „Wir werden auch weiterhin in Automotive-Anwendungen inklusive Automotive-Infotainment investieren“, hob Rob Green hervor. Zeitgleich mit dem Einstieg von INCJ verließ Rob Green das Unternehmen; seine Nachfolge trat Gerd Look an. „Renesas will zwar sein Consumer-Geschäft aufgeben, aber die für Automotive relevanten Teile bleiben erhalten“, betonte Rob Green ausdrücklich. Die entsprechenden Ingenieure – vor allem in Deutschland – wechseln daher in den Automotive-Bereich.

Das hochzyklische Geschäft mit den kurzen Produktlebenszyklen der Consumer-Branche sage Renesas nicht mehr zu, so dass der Fokus jetzt auf Branchen liege, die auf eine Lieferung über einen längeren Zeitraum setzen – und dazu gehört die Automobil-Branche. „Die reine Fertigung von Chips ist nicht mehr das ganz große Ziel, sondern die Systemlösungen“, betont Rob Green. Im Automotive-Sektor werde Renesas mit R-Car verstärkt in den Bereich Fahrerassistenzsysteme einsteigen.