Der RFID-Chip (Radio Frequency Identification) speichert rund 40 Mal mehr Daten als die bisherigen RFID-Chips. Der Halbleiter nebst Antenne kann in Ausweise, Eintrittskarten und Waren sowie Verpackungen jeder Art auch während des Fertigungsprozesses integriert werden. RFID-Chips können eine Vielzahl von Daten wie Produkteigenschaften oder Hersteller-Informationen speichern. In Ausweisdokumenten könnten sie persönliche und biometrische Daten verschlüsselt speichern. Ausweise sind damit zweifelsfrei einer Person zuzuordnen. Infineons „my-d“ Chip kann auch in Papiertickets wie Eintrittskarten für Konzerte oder Sportveranstaltungen oder in Geldscheine integriert werden. Durch die zusätzliche Speicherung des Geldwertes im Chip erhöht sich die Fälschungssicherheit der Tickets oder Geldscheine.


Der RFID-Chip mit der Bezeichnung Krypto-„my-d“ kommt Anfang 2002 auf den Markt und kann langfristig heutige Papieretiketten als „Smart-Label“ ersetzen. Hintergrund Infineons „my-d“ RFID-Produktfamilie entspricht dem weltweiten Standard für Vicinity-Cards und Smart-Label-Anwendungen (ISO 15693). Als Vicinity-Cards werden Karten bezeichnet, die in einem Abstand von bis zu 70 Zentimetern ihre Daten drahtlos mit einem Terminal tauschen können. RFID-Chips von Infineon können bei gleichen physikalischen Abmessungen bis zu 40mal mehr Daten speichern als derzeitige Chips. Durch ihren großen Speicher und die Besonderheit, verschiedene Zugriffsrechte auf einzelne Speichersektoren zu vergeben, öffnen sich für die RFID-Chips zusätzliche Einsatzgebiete.


Spezielle Verschlüsselungsverfahren mit Schlüssellängen von 64 Bit verhindern den unberechtigten Zugriff auf die gesicherten Daten. Das RFID-Verfahren stellt überall dort eine kostengünstige Lösung dar, wo Tausende oder sogar Millionen von Objekten schnell und zuverlässig identifiziert, verwaltet oder ihre Position mitverfolgt werden muss. Smart-Labels sind individuell gekennzeichnet und speichern viel mehr Informationen zum Objekt, als es mit Barcodes je erreichbar wäre. Außerdem können Smart-Labels wiederbeschrieben werden, wodurch Daten ausgetauscht oder automatisch aktualisiert werden können. Das funktioniert selbst dann, wenn das Smart-Label nicht sichtbar ist. Die „my-d“-Standardspeicher-Version und die Krypto-Version sind jeweils mit einem Speicher von 10 Kbit und 2,5 Kbit erhältlich.