Rigol

Erste Rigol-Oszilloskope mit dem Phoenix-Chipsatz sind für Ende 2017 zu erwarten. Rigol

Mit der Ankündigung des Phoenix-Oszilloskop-Chipsatzes und der Ultravision-II-Oszilloskop-Architektur hat der Rigol Technologies jetzt einen Meilenstein in seiner 19-jährigen Geschichte der Test- und Messinstrumente gesetzt.

Der Phoenix-Chipsatz umfasst drei Bauelemente, die jeweils nach Sternen des Sternbilds Phönix benannt sind. Der analoge Front-end-Baustein mit der Bezeichnung Beta Phoenicis ermöglicht eine Front-end-Bandbreite von bis zu 4 GHz und integriert alle Funktionen, wie sie digitale Oszilloskop-Analogmodule benötigen. Dazu gehört auch das 1-MΩ-Kanaleingangsdämpfungsglied für schnell realisierbare und rauscharme Signalerfassung. Zusätzlich stellt das Unternehmen den Signal-Processing-IC mit der Bezeichnung Ankaa vor, der die Datenerfassung mit 10 GS/s unterstützt, sowie den Probe-Amplifier-IC mit der Bezeichnung Gamma Phoenicis, der Differentialtastköpfe bis zu 6 GHz ermöglicht. Diese ASICs sind komplette Eigenentwicklungen und basieren ausschließlich auf Rigol-Know-how.

In Kombination mit der Hardware-Performance des Phoenix-Chipsatzes soll die ebenfalls neue UltraVision-II-Architektur die Kundenerwartungen im Markt der 1- bis 4-GHz-Oszilloskope mehr als erfüllen. Während der Vorstellung des Chipsatzes im chinesischen Suzhou zeigte das Unternehmen einen Oszilloskop-Prototyp mit Phoenix-Chips und der Ultravision-II-Architektur mit folgenden Eckdaten: 4 GHz Bandbreite, 20 GS/s Echtzeit-Abtastrate und 1 Milliarden Punkte Speichertiefe.

Die offizielle Ankündigung der ersten Oszilloskope mit dem Phoenix-Chipsatz ist für Ende 2017 zu erwarten, wobei die ersten Auslieferungen an Kunden noch im 4. Quartal 2017 geplant sind.