Das neue Computing-Komplettpaket von Fischertechnik besteht aus Baukasten zum Bau von acht mobilen Robotermodellen, dem neuen ROBO Interface und der neuen Software ROBO Pro.


Die Bauanleitung zeigt sieben fahrbare Roboter und einen Laufroboter. Die fahrbaren Roboter haben nun verbesserte Rundum-Kantenerkennung oder Hinderniserkennung. Ein Lichtsucher verfolgt stetig eine Lichtquelle, die vor ihm herfährt, der Spursucher folgt einer schwarzen Linie. Der Lichtsucher kann außerdem mit der Hinderniserkennung kombiniert werden. Der Laufroboter bewegt sich auf sechs Beinen wie ein Insekt und kann sich vorwärts, rückwärts sowie nach rechts und links bewegen.


Die Tastsensoren der Roboter erkennen und umgehen Hindernisse, Begrenzungen oder Kanten. Ein Modell kann beim Rückwärtsfahren ein Hindernis lokalisieren und umfahren. Mit einem Lichtsensor orientiert sich das Modell Spurensucher an einer dunklen Farbmarkierung oder das Modell Lichtsucher an einer Lichtquelle.


Die Roboter werden mit der neuen Software ROBO Pro und dem ROBO Interface gesteuert. Alternativ kann das neue Interface (Bild2), das das Gehirn der Roboter darstellt, mit der Programmsprache C gesteuert werden. Dabei ist der Ausdruck Interface etwas unglücklich gewählt, Steuereinheit wäre die der Aufgabe entsprechend bessere Bezeichnung. Die Programme werden entweder über die USB- oder die serielle Schnittstellen auf das „Interface“ mit Mikroprozessor M30245 und Flashspeicher geladen. Beim M30245, der das Hirn der Roboter darstellt, handelt es sich um einen 16-Bit-Mikrocontroller aus der M16C-Familie von Renesas. Dieses Derivat unterscheidet sich durch die Implementierung einer USB2.0-Schnittstelle deutlich von seinen Vorläufern. Es wird an 3 V mit 16 MHz betrieben. Der µC arbeitet mit einem 128 KByte Flash ( für zwei Anwenderprogramme a 64 KByte) und dem 128 KByte RAM (für schnelle Programmtest). In der MCU steckt ein C-freundlicher M16C/62-CPU-Kern, der als Registermaschine mit vielen Adressierungsarten und Finessen den Anwendern entgegenkommt.


Zwei Registerbänke, zwei Stack-Pointer, eine Multiplikationseinheit und ein verschiebbares Vektortabellen-Register runden den CPU-Bereich ab. Auf dem Interface können zwei Programme gespeichert werden, die über einen einfachen Schalter umgeschaltet werden können. Das Interface wird vom PC abgekoppelt und ist in der Lage, die Modelle selbstständig zu steuern. Auch nach der Unterbrechung der Stromzufuhr bleiben die Programme geladen. Mit dem ROBO RF Data Link können die Daten per Funk vom Computer zum Interface übertragen und die Modelle gesteuert werden. Das Erweiterungsmodul ROBO I/O-Extension schafft zusätzliche Ein- und Ausgänge.


Das Baukastenprinzip hat fischertechnik auch bei der Soft-ware ROBO Pro fortgesetzt. Die Benutzeroberfläche und das Editieren der Programmbausteine sind verständlich gestaltet (Bild3). Die Bausteine werden automatisch verknüpft. Unterprogramme werden in einer eigenen Bibliothek gespeichert, lassen sich auch in andere Projekte kopieren und können zwischen verschiedenen Anwendern beispielsweise über das Internet ausgetauscht werden. Aus einer Bibliothek können bereits fertige Programmbausteine zusammengefügt werden und ermöglichen eine schnell erlernbare Steuerung der mobilen Roboter. Und mit einer intelligenten Teach-in-Software können während des Betriebes die Steuerungsparamenter komfortabel eingestellt werden.


Der Bausatz hat mehr als 350 Bauteile, ist ab 12 Jahre zu empfehlen und wird mit einem ausführlichem Begleitheft zum Thema „Programmierung und Steuerung von fischertechnik-Robotern mit dem PC“geliefert.


Den Roboterbausatz von Fischertechnik gibt es im Handel oder Fischertechnik Online-Shop für 249,95 Euro (inkl. MwSt). Stromversorgung zusätzlich erforderlich (z. B. Accu Set).