Die ASV Roboat in voller Fahrt. Bald soll der elektronische Alleinsegler auch in Sachen Forschung unterwegs sein.

Die ASV Roboat in voller Fahrt. Bald soll der elektronische Alleinsegler auch in Sachen Forschung unterwegs sein.

Österreichs ASV Roboat bleibt unangefochtener Weltmeister im Roboter-Segeln. Das vollautonome Segelboot konnte bei der diesjährigen World Robotic Sailing Championship in Kanada seinen Weltmeistertitel gegenüber acht Konkurrenten aus den USA, Großbritannien, Kanada und Deutschland verteidigen. Die österreichische Elektronik-Yacht, die bereits in den vergangenen Jahren zwei Weltmeistertitel in Folge für sich verbuchte, ging trotz widriger Umstände als Favorit ins Rennen: Beim Transport des 3,75 Meter langen und 300 Kilo schweren Bootes nach Kanada wurde die Ruderanlage schwer beschädigt. Erst in letzter Minute gelang es den Entwicklern, den Schaden zu beheben. Größter Konkurrent im Bewerb war das Segelboot Däumling aus Lübeck. Erst das achtstündige Long Distance Race brachte der ASV Roboat den überlegenen Sieg. „Unser Boot war das einzige, das den 8-stündigen Härtetest bestand“, so Roland Stelzer, Leiter des Roboat-Teams. Die Technologie der ASV Roboat soll in Zukunft auch für konkrete Forschungszwecke eingesetzt werden. Ab Herbst 2010 soll in Kooperation mit Meeresbiologen der Oregon State University ein Projekt zur Erforschung von Walen umgesetzt werden. Laut Roboat-Entwickler könnten Roboter-Segelboote aber auch zur CO2-neutralen Frachtbeförderung oder zur Überwachung von entlegenen oder gefährlichen Regionen verwendet werden.