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Gegründet wurde das Unternehmen Bihl+Wiedemann 1992 von Jochen Bihl und Bernhard Wiedemann als eine hochspezialisierte, international tätige Ingenieurgesellschaft. Anfangs beschäftigte sich das Unternehmen mit Auftragsentwicklung im Bereich Feldbus-Kommunikation. 1994 brachte man dann die erste eigene AS-i-Master-Baugruppen auf den Markt und erhielt als erstes Unternehmen 1995 für seinen AS-i Master ein Zertifikat von AS-International. Dieser Master wird heute als Referenz für die Zertifizierung von AS-i Slaves verwendet. Weitere Meilensteine in der Geschichte des Mannheimer Unternehmens sind die Realisierung des ersten AS-i Masters der Spezifikation 3.0, die Präsentation des ersten AS-i Masters im Edelstahlgehäuse mit erweiterten Diagnosefunktionen (2004) und der Beitritt zum Safety-Konsortium von AS-Interface (2005). Seitdem gehört Bihl+Wiedemann auch im Bereich der Sicherheitstechnik mit AS-i Safety at Work zu den führenden Anbietern der Branche. Bis zum Jahr 2009 wurde dann das Produktprogramm in Richtung Sicherheitstechnik komplettiert, zum Beispiel mit den AS-i 3.0 Profinet-Gateways, die die Möglichkeit bieten, alle Eigenschaften von Profinet auf direktem Weg auch für AS-i zu nutzen.

Neues Ausrichtung

„Also die Neuigkeit in 2012 wird weniger auf der Produktebene stattfinden, sondern eher bei der Firmenausrichtung“, erklärt Geschäftsführer Jochen Bihl. „Wir werden uns in 2012 noch stärker in Richtung Lösungen für sicherheitstechnische Applikationen aufstellen und uns als Ansprechpartner für Sicherheitslösungen positionieren.“ So hat man bereits im vergangenen Jahr begonnen verstärkt in Werbung zu investieren und auch durch Fachartikel die Botschaft in den Markt getragen. „Das ist ein Strategiewechsel und ich versuche es mal mit einem einfachen Satz“, kommentiert Bihl. „Früher waren wir der Ansprechpartner für AS-i. Da hatten wir die perfekten Produkte und heute möchten wir bei Sicherheitslösungen der erste Ansprechpartner sein.“

Seinen Umsatz generiert das Mannheimer Unternehmen nicht nur in Deutschland. Auch in Frankreich, Dänemark und Italien ist es mit eigenen Mitarbeitern direkt Vorort vertreten. Darüber hinaus sind Vertriebspartner in zehn europäischen Ländern sowie der Türkei tätig. Für die weltweite Präsenz sorgen daneben noch Vertriebspartner in Argentinien, Australien/Neuseeland, Brasilien, China, Kolumbien, Südafrika sowie USA, Kanada und Mexiko.

Die Mannheimer kommen meist dann ins Gespräch, wenn AS-i in einer Applikation verwendet wird und wenn es um reine Safety-Applikationen geht. „Wir haben bei AS-Applikationen den Anspruch, dass wir die Probleme der Kunden immer mit AS-i lösen können und können im Zweifel auch bis auf die Entwicklung durchgreifen. Und das ist keine platte Werbung,“ so Jochen Bihl. „Unser Leistungsspektrum umfasst dabei nicht nur die Entwicklung und Herstellung von eigenen Produkten, sondern auch die Auftragsentwicklung von kompletten Software- und Hardwareprodukten beziehungsweise einzelnen Teilbereichen inklusive des gesamten Projektmanagements sowie technischen Support bei allen Fragen zu AS-Interface.“

Mehr als nur Produktlieferant

Zwar liefert man in erster Linie Komponente, aber diese sind sehr beratungsintensiv. „Das bedeutet“, so Jochen Bihl, „wir sind was eine intensive Beratung angeht, das gewöhnt. Und so ist es für uns relativ einfach auch bei der Sicherheitstechnik beratend zu unterstützen, was die Auswahl der Produkte angeht. Damit meine ich, welche Produkte man für was verwenden kann. Was wir aber nicht tun, ist die klassische Sicherheitsberatung, was ein TÜV oder sogenannte Safety Consultant machen.“

Hin und wieder führt man auch Schulungen zum Thema Safety Basis Monitor mit Abrundung zu den großen Geräten durch. Den Safety Basis Monitor hatte man zur SPS/IPC/Drives als Kostenbremse für den Maschinen- und Anlagenbauer vorgestellt, der mit einem abschaltbaren AS-i Master ausgerüstet ist. Mit dem diesem Monitor rechnet sich AS-i Safety auch in kleinen Anlagen ab zwei sicheren Signalen. Anstelle einer Feldbusschnittstelle verfügt er über Meldeausgänge zur Kommunikation mit einer eventuell übergeordneten Steuerung. Der Safety Basis Monitor berücksichtigt neben der DIN EN 954-1 auch die neuen Normenreihen DIN EN 62061 (VDE 0113-50) und IEC 62061:2005-01. Mit 22,5 mm Schaltschrankbreite ist er nur halb so breit wie im Markt übliche Sicherheitsgeräte. „Der Safety Basis Monitor erweitert den Anwendungsbereich parametrierbarer Systeme in Richtung konventionell verdrahteter Sicherheitstechnik nach unten“, stellt Bihl heraus. Dabei bietet es als Stand-Alone-Modul oder im Verbund mit anderen Komponenten, auch anderer Hersteller, passende Lösungen für die funktionale Sicherheit.

Das limitierte Komplettset enthält neben dem Safety Basis Monitor und dem dazugehörigen USB-Anschlusskabel einen vorkonfektionierten Not-Halt-Taster, ein 24-V-Steckernetzteil, vier Kippschalter und einen Schraubendreher. Ebenfalls in diesem Set enthalten sind die lizenzierten Vollversionen der Programmiersoftware Asimon und AS-i Control Tools für Safety Monitore und AS-i Master. Mit dem Startset ist der Anwender in der Lage, die unterschiedlichen Sicherheitsfunktionen, wie etwa eine Not-Halt-Abschaltung direkt zu testen.

Kundennähe wichtig

Technisch ausgereifte Produkte zu entwickeln ist das eine, aber den Nerv der Anwender zu treffen ist etwas anderes. Durch den täglichen Kundenkontakt der Außendienstmitarbeiter vor Ort oder bei jedem Telefonat, das der Technische Support führt, bekommt der Mannheimer Safety-Spezialist ein Gespür für die Probleme, die den Anwender drücken. „Wir haben uns vor langer Zeit dafür entschieden, dass wir uns nicht auf die theoretischen Weisheiten von Marktforschungsinstituten verlassen wollen, sonder lieber auf unser eigenes Bild von der Praxis. Für uns ist Kundennähe die beste Marktforschung. Denn unser Ziel ist es. Unsere Ist-Kunden zufrieden zu stellen, indem wir ihnen für ihre Anlagen Lösungen anbieten.“ Gerade die Unzufriedenheit der Anwender mit existierenden Lösungen gehört im Bereich Technologie laut Bihl seit jeher zu den nachhaltigsten Innovationstreibern. „Unsere wichtigste Aufgabe ist es vor allem herauszufinden, ob die Unzufriedenheit allgemeiner Natur ist, oder ob sie aus einer ganz spezifischen Situation her resultiert. Oft kann man aus diesen Erkenntnissen zwar nicht immer ein neues Produkt entwickeln, aber eine Veränderung der Anlagen- oder Maschinenkonzeption führt auch zur Lösung des Problems. Und damit ist dem Kunden letztlich ja geholfen.“ Das ist gelebtes Customer Relationship Management.

Aus dieser Philosophie heraus geht man jetzt auch daran die Ausrichtung der Firma zu verändern. „Klar sind wir nach wie vor der Ansprechpartner für AS-i und haben die perfekten Produkte dafür. Aber wir sind auch der perfekte Ansprechpartner bei Safety- und Sicherheitslösungen“, bringt es Jochen Bihl auf den Punkt.