Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekanntgab, sollen für 17,7 Millarden Dollar bis 2021 zwei bereits bestehende Chipfabriken in den südkoreanischen Städten Pyoengtaek und Hwaseong entsprechend erweitert werden. Die Fertigung im 70 Kilometer südlich von Seoul gelegenen Pyeongtaek nahm nach zwei Jahren Bauzeit erst kürzlich den Betrieb auf und ist aktuell die größte der Welt.

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Für umgerechnet 17,7 Mrd. baut Samsung (im BIld ist der Stammsitz in Seoul zu sehen) zwei Fabriken für Memory-Chips aus. Oskar Alexanderson, Wikipedia, CC BY-SA 2.0

Ebenfalls ausgebaut werden soll die Herstellung von NAND-Chips im chinesischen Xian. Damit will das Unternehmen der steigenden Nachfrage nach hochwertigen Speichermedien zu begegnen. Welche Summe hier genau investiert werden soll, dazu machte Samsung keine Angaben.

Samsung, das sich zuletzt verschärftem Wettbewerb auf dem Smartphone-Markt ausgesetzt sah, verdankt seinen herausragenden Gewinnmargen vor allem dem stabilen Chipgeschäft. Das Unternehmen, auf das im ersten Quartal 2017 über 40 Prozent des weltweiten Memory-Chip-Verkaufs entfielen, gab im April den größten quartalsbezogenen Reingewinn seit drei Jahren bekannt. Bereits vor einiger Zeit besagten Prognosen, dass Samsung womöglich Intel als umsatzstärksten Chiphersteller ablösen wird. Ob sich das bereits im zweiten Quartal 2017 bewahrheiten wird, bleibt abzuwarten. Analysten rechnen in jedem Fall mit Rekordergebnissen.

Besonders von der anhaltenden Verknappung der Chip-Versorgung, die zu erhöhten Preisen führen könnte, kann Samsung als einer der größten Hersteller profitieren. Laut des Analysedienstes IC Insights werden die Preise für DRAM-Chips und NAND-Flash-Chips in diesem Jahr womöglich um bis zu 53 beziehungsweise 28 Prozent ansteigen.

Laut Samsung soll die 18 Milliarden-Investition bis zu 440 000 neue Arbeitsplätze schaffen, indirekte mitgerechnet.