„Die Kombination aus Stromverteiler Modul 18plus und dem steckbaren IO-Link Device sorgt für umfassende Transparenz des 24-V-Systems“, so E-T-A-Spartenleiter Erich Fischer.

„Die Kombination aus Stromverteiler Modul 18plus und dem steckbaren IO-Link Device sorgt für umfassende Transparenz des 24-V-Systems“, so E-T-A-Spartenleiter Erich Fischer. Redaktion IEE

Das Grundproblem in 24-V-Stromkreisen ist schnell erklärt: Die klassischen Sicherungsautomaten sind nicht für dieses Spannungs­niveau ausgelegt und haben Auslösekennlinien, die zu den elektronischen Netzteilen inkompatibel sind. Dem setzt das Altdorfer Unternehmen seine speziellen Sicherungsautomaten entgegen. Das Unternehmen auf Sicherungen zu reduzieren, greift allerdings zu kurz. ETA geht mit verschiedenen Systemen die Problematik insgesamt an und berücksichtigt auch Themen, wie eine effiziente Verdrahtung und Diagnose der Stromverteilung, beispielsweise über Feldbusse wie Ethernet/IP, Profibus/Profinet sowie über IO-Link. „Viele Ausfälle kündigen sich im Vorfeld durch eine höhere Stromaufnahme an“, weiß Erich Fischer, Leiter der Sparte Industry, Energy & Equipment bei ETA. Dessen persönliches Highlight zur SPS IPC Drives ist das modulare Stromverteilungssystem Typ Modul 18plus, „quasi eine flexible DC 24 V-Potenzialverteilung mit integriertem Kabelbaum.“ Der Stromverteiler umfasst ein komplettes Montage- und Stromverteilungssystem mit Push-in-Verdrahtung. Für einen schnellen Aufbau besteht das System aus drei Komponenten, dem Einspeisemodul (EM), den Anschlussmodulen (AM) für die Aufnahme einpoliger Schutzschalter und Signalmodule. Mit den Sockel-Elementen kann der Anwender flexibel seine Lastkreise konfigurieren und muss die Abzweige dann nur noch mit den verschiedenen Schutzschaltern und Sicherungsautomaten bestücken. Das System bietet eine vollwertige Potenzialverteilung der DC 24 V-Steuerspannung bis 80 A Nennstrom. Internationale Zulassungen nach UL 1059 und IEC/EN 60950-1 ermöglichen es den Maschinen- und Anlagenbauern, das System in allen internationalen Anwendungen einzusetzen.

Es geht auch eine Nummer kleiner

T-Rex in Aktion: Die Sicherungsautomaten werden ohne jegliches Verbindungszubehör über die Messerleiste ‚verdrahtet‘. Die Lastabgänge sind in Push-in-Technik ausgeführt.

T-Rex in Aktion: Die Sicherungsautomaten werden ohne jegliches Verbindungszubehör über die Messerleiste ‚verdrahtet‘. Die Lastabgänge sind in Push-in-Technik ausgeführt. Redaktion IEE

„Wer die Flexibilität und stehende Verdrahtung des Moduls 18 plus nicht benötigt, kann auf T-Rex zurückgreifen,“ stellt Produktmanager Tobias Prem den elektronischen Sicherungsautomaten vor, der speziell auf die Bedürfnisse des Maschinenbaus ausgelegt wurde. Der Name leitet sich von der klappbaren Messerleiste auf der Geräteoberseite ab, über die alle Signale und die Einspeisung durchgeschleift werden. Dies ist der wesentliche Unterschied zum Modul 18 plus: Bei T-Rex werden beim Austausch eines Automaten oder einer Neuverdrahtung alle Verbindungen zu den nachfolgenden Automaten gekappt. Dafür ist der Systemaufbau wesentlich kompakter. Neben den Automaten gibt es lediglich das Einspeisemodul EM12-T. Beide Module sind in Push-In Technologie ausgeführt. Je nach Bedarf lassen sich bis zu 16 Schutzschalter auf der Hutschiene platzieren und mit der Messerleiste verbinden. Die elektronischen Sicherungsautomaten des Systems sind in den gängigen Nennstromstärken von 1 bis 10 A erhältlich und schalten im Überlastfall nach circa 3 s und im Kurzschlussfall in weniger als 10 ms ab. Auch kapazitive Lasten bis 20 000 µF schaltet das Schutzorgan problemlos.
230-V-Verteilung:

Der Bedarf im Feld steigt

ETA gilt als Spezialist für die Steuerkreis-Ebene. „Zur SPS IPC Drives erweitern wir unseren Fokus auf die 230-V-Verteilung“, so Applikations-Spezialist Dieter Arenz, „da immer mehr IT-Komponenten in Fertigungsanlagen zum Einsatz kommen, die direkt an 230 V AC betrieben werden.“ Zudem benötigen mittlerweile auch viele Feldgeräte eine 230-V-Stromversorgung. Dafür hat ETA eine Verteilung entwickelt. Die Stromverteilung auf die einzelnen Lastkanäle erfolgt über zehn berührsichere Stecksockel und Klemmen. Dieser Aufbau ermöglicht die industrieübliche Überspannungskategorie III. Die Einspeisung erfolgt über Federkraftklemmen bis 10 mm², eine zweipolige Vorsicherung (30 A) dient als Hauptschalter und Backup bei Überlast und Kurzschluss. Zehn thermisch-magnetische Schutzschalter sichern die Lastkreise, an die sich jeweils zwei Verbraucher über Federkraftklemmen anschließen lassen. „Durch die Steckbarkeit der Schutzschalter kann der Anwender jederzeit Nennströme und Kennlinien anpassen oder weitere Verbraucher nachrüsten,“ so Arenz.

SPS IPC Drives 2015 – Halle 5, Stand  310