Die von Epsys und Innocoat konzipierte Selective-Coating-Anlage I-Coat 01 ist für den High-Mix-Bereich ausgelegt.

Die von Epsys und Innocoat konzipierte Selective-Coating-Anlage I-Coat 01 ist für den High-Mix-Bereich ausgelegt. Innocoat

Eine Besonderheit des neuartigen Systems ist der modulare Aufbau der Schablone zur selektiven Tauchbeschichtung mit hoher Randschärfe. Diese werden aus einzelnen Bechern individuell zusammengesetzt, sodass sich auf einfache Weise beliebige Beschichtungsgeometrien erzeugen lassen. Ein weiterer Vorteil ist die Reinigung und die Lagerung der Schablone, weil einzelne kleine Becher einfach zu handhaben sind. Deshalb lassen sich die laufenden Werkzeugkosten gegenüber konventionellen Verfahren auf einen Bruchteil reduzieren.

Im selektiven Tauchmodus werden so genannte Lackierschablonen verwendet. Sie verhindern, dass der Lack an die lackierfreien Stellen gelangt. Da die Schablonenelemente auf dem Basisträger montiert respektive verschoben werden können, lassen sich mit geringem Aufwand die erforderlichen Lackierkonturen erzeugen. Dadurch sei es laut Innocoat möglich, die üblichen Werkzeugkosten gegenüber konventionellen selektiven Tauchlackierverfahren um bis zu 75 Prozent zu senken. Die Flexibilität und Wirtschaftlichkeit macht dieses Verfahren für den High-Mix-Bereich besonders interessant. Die Beschichtung selbst erfolgt durch das Absenken der Schablone in dem Tauchbad. Wird diese Tauchbewegung in einem definierten Kippwinkel ausgeführt, so entweichen die unter der Baugruppe befindlichen Lufteinschlüsse so, dass Lackfehlstellen sicher verhindert werden können. Im Tauch- oder Überflutmodus wird die Baugruppe entweder vertikal oder horizontal in das Schutzmittel ein- beziehungsweise ausgetaucht. Der Bewegungsablauf des Tauch- oder Flutvorgangs ist frei programmierbar. Auch in diesem Modus werden Lufteinschlüsse praktisch ausgeschlossen.

Mit der Anlage i-Coat 01 lassen sich Baugruppen mit Abmessungen von bis zu 250 mm x 350 mm – je nach Vorrichtung – selektiv oder im Tauchverfahren beschichten. Die Tauchtiefe beträgt standardmäßig 70 mm. Alle Parameter wie Tauchtiefe, Tauchwinkel, die dynamischen Bewegungsparameter der Tauchachsen und Niveauregulierung des Schutzmittels im Bad, Füllstand im Lacktank und die bidirektionale Lacktemperatur lassen sich an einem Touchscreen-Bedientableau einstellen und abspeichern. Dies besteht aus einem präzisen Ultraschall-Entfernungssensor zur Erfassung der Lackoberflächen und einem bidirektionalen Dosier-Pumpsystem, das die Lackmenge entsprechend nachfördert. Die Anlage verarbeitet alle bekannten 1K-Elektroisolierlacke auf PU, Acrylharz oder Silikonbasis. Das Lackniveau im Tauchbad wird über eine Zweipunkt-Lackniveauregelung gesteuert. Zu der Anlage liefert Innocoat praktische Zusatzausrüstung an, damit der Anwender einen komplett ausgestatteten High-Mix-Lackierplatz in die eigene Fertigung installieren kann.