„Mit der Bereitstellung einer Sercos III Soft-Master-Implementierung als Open Source wird es für Hersteller viel einfacher, einen Sercos III Master zu entwickeln und gleichzeitig an zukünftigen Verbesserungen und Erweiterungen der Software zu partizipieren“, so Peter Lutz, Geschäftsführer von Sercos International. „Steuerungssysteme können damit künftig einfacher, kompakter und günstiger gestaltet werden. Dies ist nicht nur für den asiatischen Markt ein wichtiges Kriterium.“

Mit einem Sercos III Soft Master können Anwender auf einen spezifischen Sercos-III-Masterbaustein in Form eines FPGAs oder ASICs verzichten. Stattdessen kommt ein Standard-Ethernet-Controller zum Einsatz und die Sercos-III-Hardware-Funktionen werden in einer host-basierten Treiber-Software emuliert. Dieser Implementierungsansatz sorgt für ein ausreichendes Echtzeitverhalten für viele Applikationen. Kommt ein Ethernet-Controller mit mehreren Queues und Telegramm-Scheduling (zum Beispiel der Intel i210) zum Einsatz, lassen sich auch Synchronitäten im Bereich eines hardware-basierten Masters erzielen.

Einige Unternehmen realisieren bereits erste Projekte auf der Basis des Sercos III Soft-Masters in Zusammenarbeit mit Bosch Rexroth. Nach einer kontrollierten Erprobungsphase soll der Soft-Master dann unter einer Open-Source-Software-Lizenz für die allgemeine Nutzung zur Verfügung stehen. Das Lizenz-Modell wird sich an dem der Sercos Masterbibliothek Cosema (Common Sercos API) orientieren, die bereits seit April 2009 als Open Source Treiber-Software zur Verfügung steht und sowohl für Hard- als auch für Soft-Master-Implementierungen genutzt werden kann.