782iee0817_Bild 1_AoT_FourZero Studio_Start-Screen_Ausschnitt

Die Programmierplattform Fourzero unterstützt den Wandel bei der Herangehensweise an digital vernetzte Systeme. Die entscheidende Neuheit: Die Geräte-orientierte Programmierung wird
abgelöst durch eine
Task-orientierte Programmarchitektur. Automation of Things

Mit Fourzero hat die Firma Automation of Things ein Programmiersystem entwickelt, das einen sehr hohen Grad an Wiederverwendbarkeit von Code für Steuerungsaufgaben mit sich bringt. Dabei wird der Steuerungscode taskorientiert entwickelt und somit unabhängig von Hardware und Systemtopologie. Nach der Programmentwicklung wird die Applikation zuerst im Simulationsmodus virtuell auf dem PC getestet und im Anschluss auf verteilte intelligente Systeme mit installierter Fourzero-Runtime gebracht. Als intelligente Systeme zählen in diesem Zusammenhang intelligente Drives, Aktorik und Sensorik, verteilte Mini-SPSen, HMI, Box-PC, PAC open Platform PLC, Edge Devices, Kommunikationscontroller sowie programmierbare Hubs.

Fourzero eignet sich für Systeme mit leistungsschwachen Prozessoren, denn die beliebige Verteilung der Apps und Programmbausteine im System ermöglicht eine Auslagerung von rechenintensiven Programmen. Dabei werden die ressourcenfressenden Programmteile auf Geräte mit leistungsstärkeren Prozessoren wie open Plattform SPS, Edge Computing Devices oder embedded Industrie PC verlagert. Das entlastet die Sensorik und Aktorik. Zudem belastet die eventbasierte Softwarearchitektur den Kommunikationsbus nur gering.

SOA auf der OT-Ebene

Bislang ist die service-oriented architecture (SOA) im Produktionsumfeld auf IT-Services beschränkt. Fourzero ermöglicht SOA auf der OT-Ebene. Dabei erfüllt das Programmiersystem die Anforderungen der Steuerungsebene in der Produktion: Echtzeitanforderungen und die Unterstützung industrieller Bussysteme lassen sich gemeinsam mit Internet- und Cloudanbindung in einem System programmieren. Dazu verwendet die Plattform den Steuerungsstandard IEC61499 und kombiniert diesen mit den Konzepten von SOA.

Das Konzept dahinter: Anwender programmieren ‚Apps‘, welche als Service implementiert sind und die über verschiedene Protokolle kommunizieren. Diese Apps entstehen durch ein graphisches Verbinden von Funktionsblöcken, wobei Events deren Abarbeitung orchestrieren. Die Funktionsblöcke selbst basieren auf dem IEC-61499 Standard, einer Weiterentwicklung des SPS-Programmierstandards IEC-61131 für verteilte Systeme. Durch diese Architektur ist Fourzero geeignet für die Verbindung von Echtzeit-Steuerungsaufgaben und Internet-Konnektivität, etwa beim Fog Computing.