Am Fuße einer eindrucksvollen Alpenkulisse im schweizerischen Chur ist die Hengartner Elektronik beheimatet. Das mittelständische Unternehmen bietet seit über 35 Jahren Electronic Engineering Manufacturing Services und passende Softwarelösungen für Kunden in der gesamten Schweiz. Eine Kernkompetenz seit der ersten Stunde sind Digital-Signage-Systeme. Hengartner ist Spezialist im Bereich der LED- und LCD-Technologie. Die elektronischen Anzeigensysteme helfen seit Jahrzehnten Fahrgästen, im öffentlichen Verkehr den richtigen Bus oder das passende Gleis zu finden, dienen der Orientierung an der Liftstation und übermitteln Bankern und Kunden Börsen- und Wechselkurse in Echtzeit. Jüngster Geschäftszweig sind intelligente Beleuchtungksonzepte, die als OEM-Lösung im Angebot sind.

Hengartner-Signalisationstafeln in Lachen SZ Hilpert Electronics

Als Spezialist für LED- und LCD-Technologie liefert Hengartner u.a. Anzeigensysteme für den öffentlichen Verkehr wie diese Signalisationstafeln in Lachen. Hilpert Electronics

Bewährte Zusammenarbeit

In der sehr gut ausgestatteten, räumlich aber begrenzten Produktionsstätte in Graubünden fertigt das Unternehmen Prototypen, Nullserien und Serien mit Losgrößen im unteren und mittleren Volumenbereich nach ISO-9001:2008-Qualitätsstandards. Die Leiterplattenbestückung erfolgt in Surface-Mount- oder Through-Hole-Technologie.

Aus Erfahrung gut

Als der Schweizer Elektronikdienstleister Hengartner Elektronik einen neuen Reflowofen anschaffen wollte, ging der Auftrag an Hilpert Electronics, mit der schon seit vielen Jahren eine erfolgreiche Partnerschaft besteht. Die Wahl fiel auf den HS-0601 von HB Automation, der sich inzwischen in jeder Hinsicht bewährt hat. Ebenso wichtig wie die technischen Spezifikationen aber waren die kompentente Beratung und Betreuung durch Hilpert.

Eine langjährige Verbindung pflegt das Unternehmen zu Hilpert Electronics, Anbieter von Produktionsausstattung für die Entwicklung und Fertigung von Elektronik und Mikroelektronik. Hilpert begleitet Hengartner regelmäßig bei der Integration von Fertigungsmaschinen, steht mit technischer Unterstützung jederzeit zur Seite und sorgt für die Unterhaltswartung der Maschinen.

Erfahrung und Pragmatismus

So musste der Leiter der Hengartner-SMD-Fertigung, Thomas Gartmann, nicht lange überlegen, als der bisherige Reflowofen ersetzt werden sollte. Nur wenige Wochen nachdem Hilpert die HB-Automation-Produkte ins Portfolio aufgenommen hatte, ging die Anfrage ein und man traf sich zum Beratungsgespräch. Schnell stand fest, dass keine aufwändigen Vergleiche und Benchmarkings nötig waren. Denn mit dem HS-0601 war binnen kurzer Zeit ein Ofen gefunden, der die technischen Anforderungen vollumfänglich erfüllt.

Da die meisten Lötanlagen heutzutage eh auf einem ähnlichen Leistungsniveau angesiedelt sind, war gar nicht so wichtig, welcher Name auf dem Ofen steht. Eine viel höhere Priorität hatten die kompetente Beratung während des Auswahlprozesses und eine gute Betreuung bei der Installation und danach. Außerdem trug das gute Preis-Leistungs-Verhältnis der HB-Automation-Öfen zur Entscheidungsfindung bei. Und schließlich passt der kompakte Sechs-Zonen-Ofen ideal durch die Türen am Gebäude. Die vorhandene Lüftungsanlage sollte unverändert bestehen bleiben, weshalb auch die Kompatibilität der Anschlüsse eine wichtige Rolle spielte. Und auch bei den Folgekosten macht das System eine gute Figur.

Vorbehalte gegenüber Produkten eines in der Schweiz bisher unbekannten Herstellers gab es nicht. „Ich bin mir sicher, dass HB Automation sein Handwerk versteht, schließlich gibt es bereits tausende Installationen im asiatischen und europäischen Raum. Außerdem habe ich größtes Vertrauen in die Mitarbeiter von Hilpert“, kommentiert Gartmann.

Die Projektpartner Thomas Gartmann von Hengartner Elektronik (links) und Herr Greuter von Hilpert Electronics. Hilpert Electronics

Die Projektpartner Thomas Gartmann von Hengartner Elektronik (links) und Patrick Greuter von Hilpert Electronics vor dem Reflowofen von HB Automation. Hilpert Electronics

Praxis zählt – Feldtest bestanden

Das Resümee ein Vierteljahr nach Inbetriebnahme fällt durchweg positiv aus. Der Ofen arbeitet sehr leise, ohne Ausfälle und überzeugt durch eine einfach zu bedienende Software. Mit nur einem Profil lassen sich diverse Leiterkarten löten, denn die Heiz- und Kühlzonen sind optimal aufeinander abgestimmt. Besonders positiv fällt auf, dass es im Gegensatz zum vorherigen Ofen beim Löten von PCBs nicht riecht. Denn die bei Reflowanlagen üblichen Lötrauch- und Flussmitteldämpfe gelangen nicht in die Produktionsumgebung – gut für die Mitarbeiter und deren Gesundheit.

Derzeit schöpft Hengartner nicht das volle Potenzial des Ofens aus, da aus Platzgründen aktuell noch kein Inline-Betrieb möglich ist. Dies stellt allerdings bei den typischen Losgrößen kein Problem dar. Trotz dieser Umstände berichten die Anwender von einem signifikant höheren Durchsatz im Vergleich zur Vorgängermaschine. Die Prozesskammer ist auf derselben Standfläche wie zuvor um 50 Prozent länger und die Segmente lassen sich feiner steuern, wodurch der Prozess besser kontrollierbar ist. Die Durchlaufgeschwindigkeit ist von 40 cm/min beim alten Ofen auf 65 cm/min gestiegen, also eine Steigerung von mehr als 60 Prozent. Zum Ermitteln der initialen Profile kam ein Solderstar-Logger mit Profilanalyse-Software zum Einsatz und die Daten wurden mit den vorhandenen Erfahrungswerten abgeglichen. Den Zugang zu den Steuerungseinheiten und Filtern beschreiben die Mitarbeiter als einfach. Die gesamte Hardware ist über Wartungsklappen von vorne und hinten leicht zugänglich.

Die Heizzone des Reflowofens von HB Automation Hilpert Electronics

Die Heizzone des Reflowofens von HB Automation. Heizelemente und Lüfter kommen mit fünf Jahren Garantie. Hilpert Electronics

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kunde und Händler mit dem gesamten Projektablauf sehr zufrieden waren und nun auch eine authentische Möglichkeit der Produktdemonstration für künftige Interessenten besteht.

Unabhängig geregelte Heizzonen

Die Reflow-Lötsysteme von HB Automation verfügen über ein ausgefeiltes Isolations- und Heiz-Kühl-Zonenkonzept für eine optimale Temperaturkonstanz, wobei die Zonen unabhängig geregelt sind und eine flexible Profilsteuerung ermöglichen. Ein Kondensatfilter sorgt für effektive Abluftreinigung und wenig Geruchsemissionen. Überzeugt von der Langlebigkeit der Komponenten gewährt der Hersteller fünf Jahre Garantie auf Heizelemente und Lüftermotoren. Die Öfen sind mit sechs, acht, zehn oder zwölf Zonen erhältlich und decken somit das gesamte Spektrum der Leiterplattenverarbeitung ab, egal ob Labor, KMU oder Großbetrieb, im Ein-, Zwei- oder Drei-Schicht Betrieb.