Sich selbst programmierende Programme

Mit genetischen Programmen zur Robotersteuerung wollen DaimlerChrysler- Forscher den Materialverschleiß und Energieverbrauch in der Produktion zukünftig senken.
Derartige Programme sind in der Lage, selbständig Abläufe für komplexe Fragestellungen zu entwerfen, die sonst gar nicht oder nur mit sehr hohem Zeitaufwand gelöst werden könnten. So lassen sich zum Beispiel komplizierte Roboterbewegungen – etwa in der Produktion – leichter programmieren. Die genetischen Programme sorgen damit für effiziente und flüssige Bewegungsabläufe und erhöhen die Lebensdauer von Robotern. Das Arbeitsprinzip dieser intelligenten Programme, basierend auf Informationsweitergabe und Auswahl der besten Lösung, haben sich die Forscher von DaimlerChrysler der Evolution beziehungsweise der Genetik abgeschaut.
Gefüttert mit den notwendigen Ausgangsdaten entwickelt ein genetisches Programm selbständig mit Hilfe einer vorgegebenen Strategie verschiedene Lösungsvarianten für Programmabläufe. Von diesen wählt das Programm die besten Varianten aus, entwickelt sie weiter und filtert wiederum die Besten heraus. So entstehen nacheinander verschiedene Generationen von Programmabläufen, die jüngste Generation immer besser als die Vorgängergeneration. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis eine optimale Programmlösung gefunden ist.

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DaimlerChrysler Forscher entwickeln intelligente „selbstlehrende“ Programme, durch die sich Roboter geradezu elegant bewegen.