Eine SPS für Sicherheit und Steuerung mit einer freien Programmierung, das wünschen sich wohl viele Maschinenbauer. Diesen Wunsch wollte die für sichere Schalter-, Sensor- und Gehäusetechnik bekannte Bernstein AG, Porta Westfalica, erfüllen und hat deswegen jetzt ihr Produktportfolio erweitert. Auf einer Pressekonferenz präsentierte Produktmanager Andreas Halter erstmals die, nach Hersteller-Angaben, erste frei programmierbare SPS, die sichere und „nicht-sichere“ Anwendungen integriert und den Aufbau von Systemen nach Kat. 4 gemäß EN 954-1 bzw. SIL3 nach IEC 61508 erlaubt.
Strategischer Partner bei der Entwicklung von Safe LogiControl ist die KW-Software GmbH aus Lemgo, die das Programmiersystem Safeprog, das Laufzeitsystem SafeOS, Management- und Ablaufservices der sicheren Firmware sowie die sicheren und zertifizierten Funktionsbausteine der PLCopen liefert. Durch die Integration der bekannten Programmierumgebung nach IEC 61131 müssen Anwender keine neue Bedienoberfläche erlernen und Personal nachschulen. Zudem lassen sich sichere und „nicht-sichere“ Programmierungen mit einer einzigen Oberfläche vornehmen.
Die 120 mm hohe Safe LogiControl lässt sich mit bis zu 16 Modulen auf bis zu 265 sicherheitsgerichtete Ein-/Ausgänge erweitern. Selbst bei Vollausbau werden Reaktionszeiten unter 10 ms garantiert. Eine steckbare Verdrahtungsebene ermöglicht einen einfachen Modulaustausch. Ein HMI lässt sich über die integrierte TCP/IP-Schnittstelle anschließen. Für die Anbindung der I/O-Ebene unterstützt die Steuerung die wichtigsten Standard-Feldbus-Systeme. Die erste funktionsfähige Safe LogiControl wird auf der SPS/IPC/Drives zu sehen sein. Lieferbar ist die Sicherheits-SPS voraussichtlich im Herbst 2006.