Ab dem 9. Februar 2019 müssen verschreibungspflichtige Arzneimittel in Deutschland eine individuelle Seriennummer tragen.

Ab dem 9. Februar 2019 müssen verschreibungspflichtige Arzneimittel in Deutschland eine individuelle Seriennummer tragen. Daniel Fuhr/Fotolia.com

„Dies ist ein wichtiger Tag für den Patientenschutz. Deutschland soll auch weiterhin zu den sichersten Märkten für Arzneimittel gehören. Für die Umsetzung der Sicherheitsmerkmale läuft ab jetzt die Uhr“, sagt Dr. Reinhard Hoferichter, Vorstandssprecher von Securpharm, der Stakeholder-Organisation, die ein System für die Echtheitsprüfung von Arzneimitteln in Deutschland aufbaut.

Ziel der Fälschungsschutzrichtlinie ist der Patientenschutz, indem die legale Lieferkette mit den neuen Sicherheitsmerkmalen vor dem Eindringen gefälschter Arzneimittel geschützt werden soll. Die delegierte Verordnung ergänzt die Fälschungsschutzrichtlinie aus dem Jahr 2011 um die technischen und organisatorischen Details für die Umsetzung der Sicherheitsmerkmale. Wichtige Eckpunkte der Fälschungsschutzrichtlinie sind getrennte Datenbanken für pharmazeutische Unternehmen und Apotheken sowie das End-to-End-Überprüfungssystem. Dabei erzeugt der pharmazeutische Unternehmer bei der Fertigung des Arzneimittels eine individuelle Seriennummer, die jede Packung zum Unikat macht und die von Großhandel und Apotheke künftig auf ihre Echtheit geprüft werden soll. Ende Februar 2016 hat Securpharm bereits über 21 Millionen Packungen in sein System hochgeladen.