Sensoren sind wichtige Bestandteil aktueller wie auch künftiger Industrie-4.0-Konzepte.

Sensoren sind wichtige Bestandteil aktueller wie auch künftiger Industrie-4.0-Konzepte.Sick

„Ohne Sensorik gibt es keine Daten für Big Data-Auswertungen“, erklärte Dr. Robert Bauer, Vorstandsvorsitzender bei Sick, auf der Pressekonferenz in Hannover. Mehr noch: Eine flexible Fertigung erfordert variable Rahmenbedingungen. Durch die hohe Produktvarianz bei immer kleineren Stückzahlen, müssen sich intelligente Komponenten (Smart Sensors) anpassen und dabei selbst steuern können. Ebenso unerlässlich in solch komplexen Fertigungs- und Logistikprozessen sind ein verlässliches Tracking der Produkte und die Qualitätssicherung. Und kommt der Mensch ins Spiel, ist Safety für dessen Interaktion mit den Maschinen unerlässlich. „In all diesen Feldern ist Sick aktiv und kann entsprechende Lösungskompetenz ausweisen,“ so Bauer.

Den Beweis trat Sick in Hannover mit einer Verpackungsmaschine an, bei der ein automatischer Chargenwechsel ohne manuellen Eingriff über selbst steuernde Komponenten erfolgt. Die Anlage erledigt die Endverpackung vorverpackter Chargen mit Flaschengrößen von 0,5 und 1,5 l. Ein Smart Sensor detektiert deren Größe und aktiviert die automatische Formatumstellung: Der passende Karton wird entsprechend aufgerichtet, die Flaschen zugeführt, der Karton etikettiert und abtransportiert.

Stellen die Sensoren bei der Längenmessung des Produkts eine falsche Zuordnung fest, melden sie dies der Steuerung. Das Produkt wird dann ohne Stillstand der Anlage ausgeschleust. Zudem liefern die Sensoren ­Informationen für die vorausschauende Wartung.

Dr. Robert Bauer, Vorstandsvorsitzender bei Sick: "Die Herausforderung von Industrie 4.0 liegt in der gewachsenen Strukturen der heutigen Industrien."

Dr. Robert Bauer, Vorstandsvorsitzender bei Sick: „Die Herausforderung von Industrie 4.0 liegt in der gewachsenen Strukturen der heutigen Industrien.“Redaktion IEE

Industrie 4.0 bringt Wachstumschancen

Solche intelligenten Anlagen lassen sich nur umsetzen, wenn robuste und intelligente Sensorik die erforderlichen Datenmengen zuverlässig erfassen. Das beflügelt einen Sensoranbieter wie Sick, der ohnehin das Geschäftsjahr 2014 mit kräftigem Wachstum bei Umsatz und Ergebnis abschloss: 2014 stieg der Umsatz um 8,9 %, das EBIT sogar um 16,9 %. „Wir profitierten insbesondere von der anhaltend starken Nachfrage aus Asien sowie dem enormen Bedarf an intelligenten Sensorlösungen für Industrie-4.0-taugliche Fertigungs- und Logistikkonzepte. In Summe führte das zu dem Rekordumsatz von knapp 1,1 Milliarden Euro und 103 Millionen Euro operativen Gewinn (EBIT).