Im Geschäftsjahr 2005 erzielte Siemens A&D zweistellige Wachstumsraten bei Bereichsergebnis (+12 % auf 1,21 Mrd. €), Umsatz (+11 % auf 9,844 Mrd. €) und Auftragseingang (13 % auf 10,19 Mrd. €.) Kurzum: Der Siemens-Motor A&D schnurrt.


„Der weltweite Marktanteil bei Steuerungen stabilisierte sich dabei auf 35%“, so Thomas Schott Leiter des Geschäftsgebiets Factory Automation bei Siemens A&D. Schott stellte der Fachpresse gestern die Messe-Neuheiten vor, darunter als wichtige Innovation ein Tool, das beim Engineering den Übergang von der digitalen zur realen Fabrik optimieren hilft. „Unseren Automation Designer sehen wir als wichtigen Zwischenschritt von der Digitalen Fabrik in Richtung realer Fabrik“, so Schott. „Vision der Digitalen Fabrik ist, die Planung der Produktion in der digitalen Fabrik entstehen zu lassen, komplett virtuell dargestellt und simuliert, bevor sie real umgesetzt wird. Mit dem Automation Designer kommen wir der Vision einen großen Schritt näher.“


Für eine durchgängige Prozesskette ist der nahtlose Übergang von der digitalen Fabrik zur realen Fabrik erforderlich. Hierbei spielt die Automatisierung eine wichtige Rolle, indem sie die Lücke zwischen beiden Welten schließt. Heutige Schwächen sind eine unzureichende Integration der unterschiedlichen Software-Werkzeuge und deren Daten. Für eine ganzheitliche Betrachtung aller Daten ist jedoch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit über Werkzeuggrenzen hinaus erforderlich. Dazu arbeitet der Automation Designer auf einer offenen, grafischen Integrations-Plattform.


Als eine Besonderheit des Automation Designer stellt Schott dessen Offenheit heraus: „Sowohl beliebige Software-Werkzeuge und Datenobjekte sind integrierbar, als auch jede beliebige anwenderspezifische Systemumgebung.“ Bereits vorliegende Daten aus der mechanikorientierten Planung lassen sich nutzen und erweitern. Daraus entsteht dann das SPS-Programm sowie die Visualisierung und die zugehörige Dokumentation. Schott betont jedoch, dass der Automation Designer erst ein Zwischenschritt auf dem Weg von digitaler zu realer Fabrik ist: „Vieles ist noch Vision und bedarf noch intensiver Arbeit.“


Darüber hinaus stellte Schott die weiteren, realen Messeneuheiten aus den verschiedenen Produktbereichen vor, darunter: S7-300 CPU 319-3 PN/DP mit Schnittstellen für DP/MPI, Profibus DP sowie integriertem Profinet ASIC Ertec 400 für schnelle Maschinen und Prozesse oder die für sicherheitsgerichtete Applikationen ausgelegte Simatic S7-315F-2PN/DP. Bei der dezentralen Peripherie stellte Schott die Motorstarter bis 5,5 kW für den schaltschranklosen Aufbau heraus, neben zwei neuen Profinet-Anschaltungen mit integrierten Switches für den Aufbau von Linienstrukturen mit Profinet. 


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SPS2005 Halle 9, Stand 310