Die Cloud-Plattform Mindsphere ist für Siemens-Vorstand Joe Kaeser "ein wichtiges Element" für die Vision 2020.

Die Cloud-Plattform Mindsphere ist für Siemens-Vorstand Joe Kaeser „ein wichtiges Element“ für die Vision 2020. Siemens

Prozentual konnte Siemens den Umsatz damit um rund 12 % im Vergleich zum Vorjahr steigern. Laut Unternehmen liegt man damit deutlich über dem jährlichen Marktwachstum von etwa 8 %.

Als Wachstumstreiber und „wichtiges Element der Innovationsstrategie im Rahmen der Vision 2020“ sieht Siemens-Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser vor allem die Cloud-Plattform Mindsphere, auf der sich Apps sowie digitale Services entwickeln und betreiben lassen. So können beispielsweise Datenmengen, die in einer Anlage oder einem Unternehmen erzeugt werden, gesammelt, ausgewertet und genutzt werden – etwa, um die Leistung und Verfügbarkeit von Systemen zu verbessern.

Zusammen mit IBM feilt Siemens an den Datenanalyse-Funktionen von Mindsphere. So sollen der Datenanalyse-Service „IBM Watson Analytics“ und weitere Analyse-Tools integriert werden. Dabei sollen Geschäftskunden Zugang zu Visualisierungsfunktionen und Dashboards erhalten, während App-Entwickler und Datenanalysten über Schnittstellen Analytics-Technologien nutzen können. IBM plant zudem, Apps für Mindsphere entwickeln – etwa im Bereich vorausschauende Instandhaltung.

Siemens investiert in F&E

Im Geschäftsjahr 2017 plant Siemens, seine Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) um rund 300 Millionen Euro auf rund fünf Milliarden Euro zu steigern. Ein Großteil der zusätzlichen Mittel soll in die Bereiche Automatisierung, Digitalisierung und dezentrale Energiesysteme sowie in die neue Start-up-Einheit Next47 fließen.