"Wir haben geliefert", Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG.

„Wir haben geliefert“, Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. Siemens AG

Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte lagen Auftragseingang und Umsatzerlöse mit einem Minus von jeweils 1 % damit in etwa auf Vorjahresniveau. Die Ergebnismarge für das industrielle Geschäft belief sich auf 10,1 %. „Wir haben geliefert, was wir versprochen hatten“, resümierte Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands von Siemens. Das Unternehmen war ursprünglich von einer Ergebnismarge von 10 % bis 11 % ausgegangen. Weiterhin legte der Gewinn zu: Er stieg  2015 von 5,5 Millarden Euro auf 7,4 Milliarden Euro (nach Steuern).

Siemens erwartet moderates Wachstum

Für das Jahr 2016 sei Siemens gut gerüstet, so Kaeser, obwohl die Verantwortlichen davon ausgehen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Situation verschlechtern wird. Für das kommende Geschäftsjahr geht das Unternehmen von einem moderaten Wachstum der Umsatzerlöse aus. So wird eine Ergebnismarge von 10 % bis 11 % im industriellen Geschäft erwartet.

Ergebnisse einzelner Siemens-Geschäftsbereiche

Digital Factory
Erfolgreich schnitt 2015 auch der Siemens-Bereich ‚Digital Factory‘ ab. Er erzielte ein Ergebnis von 1,74 Milliarden Euro (2014: 1,68 Milliarden Euro). Die Ergebnismarge lag damit bei 17,5 %. Der Umsatz stieg um 8 % (währungsbereinigt 3 %) von 9,2 Milliarden Euro auf 9,96 Milliarden Euro. Ende 2015 lag der Auftragseingang bei einem Wert von 10,01 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr stieg er um 8 % (währungsbereinigt 3 %). Laut Siemens wurde das Auftragswachstum im vierten Quartal von dem Industriesoftwaregeschäft angeführt. Allerdings war ein Rückgang in China zu bemerken – unter anderem bei dem hochmargigen Fabrikautomatisierungsgeschäft. Siemens führt dies in erster Linie auf das verlangsamte Industriewachstum in China zurück.

Energy Management
Mit 12,96 Millarden Euro ist der Auftragseingang im Bereich ‚Energy Management‘ gegenüber 2014 um 16 % (währungsbereinigt 9 %) gestiegen.  Zweistelliges Wachstum auch beim Umsatz: Gegenüber dem Vorjahr stieg er von 10,7 Milliarden Euro auf 11,92 Milliarden Euro und damit um 11 % (währungsbereinigt 5 %).  Das Ergebnis betrug 570 Millionen Euro gegenüber 2014, wo es bei -86 Millionen Euro lag. Zum Anstieg des Auftragseingangs trugen im vierten Quartal hauptsächlich die Lösungs- und Transformatorengeschäfte bei, unter anderem mit einem Auftrag in Europa im Bereich Hochspannung-Gleichstrom-Übertragung in Höhe von 0,3 Milliarden Euro. Die starke Entwicklung der Umsatzerlöse ist laut Siemens vor allem auf das Transformatoren- sowie Smart-Grid-Lösungs- und Servicegeschäft zurückzuführen.

Process Industries and Drives
Im Segment ‚Process Industries and Drives‘ stieg der Umsatz von 9,65 Millarden Euro auf 9,89 Millarden Euro, was einem Anstieg von 3 % entspricht (währungsbereinigt -3 %). Das Ergebnis sank von 773 auf 536 Millionen Euro (Ergebnismarge 5,4 %). Auch die Auftragseingänge nahmen etwas ab. Während sie Ende 2014 bei 9,97 Millarden Euro lagen, schloss das Jahr 2015 mit 9,34 Millarden Euro, ein Verlust von 6 % (währungsbereinigt -10 %).