Siemens startet mit einem soliden Fundament ins neue Jahr.

Siemens startet mit einem soliden Fundament ins neue Jahr.Benicce – Fotolia.com

Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 2 % auf 18,1 Milliarden Euro, unterstützt durch ein Wachstum von 4 % in den Schwellenländern. Auf organischer Basis allerdings, also bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, sank der Umsatz um 1 %. Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten ging mit 1,3 Milliarden Euro im Vorjahresvergleich geringfügig zurück (-1 %). Der Gewinn nach Steuern sank auf 1,2 Milliarden Euro. Der Auftragseingang blieb mit 19,1 Milliarden um 3 % unter dem Wert des Vorjahres.

Das Ergebnis aller Sektoren zusammengenommen nahm aufgrund gestiegener Ergebnisse bei Energy und Healthcare um 4 % auf 1,7 Milliarden Euro zu. Der Sektor Industry blieb mit einem Ergebnis von 500 Millionen Euro deutlich unter dem des Vorjahrs (556 Millionen Euro). Hauptgründe hierfür sind schwächere Märkte, insbesondere bei bestimmten kurzzyklischen Geschäften.

Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (Book-to-Bill) lag bei 1,06, der Auftragsbestand von Siemens betrug zum Ende des ersten Quartals 97 Milliarden Euro.

Sektor Industry: schwächelnde Nachfrage

Der Rückgang im Jahresvergleich war im Wesentlichen auf die Division Drive Technologies zurückzuführen, bei der eine schwächere Nachfrage bei kurzzyklischen Geschäften auf die Bilanz drückte. Darüber hinaus waren die Ergebnisbeiträge der Geschäfte des Sektors im Bereich erneuerbarer Energien niedriger als in der Vorjahresperiode.

Umsatz und Auftragseingang des Sektors gingen im ersten Quartal um 1 % beziehungsweise 8 % zurück, wobei beide genannten Divisionen und das Metalltechnologie-Geschäft nachließen. Geografisch gesehen verzeichnete der Sektor Industry ein Umsatzwachstum von 2 % in der Region Amerika. Dieser Zuwachs wurde durch einen im Vorjahresvergleich niedrigeren Umsatz in Europa/GANO sowie Asien und Australien überkompensiert. Der Auftragseingang lag in allen drei Berichtsregionen unter dem Vorjahreswert. Das Book-to-Bill-Verhältnis des Sektors belief sich auf 0,97 und der Auftragsbestand betrug zum Ende des Quartals 11 Milliarden Euro.

Schwellenländer: Umsatz stark, Auftragseingang schwach

In den Schwellenländern stieg der Umsatz weltweit um 4 % gegenüber dem Vorjahr und betrug mit knapp 6 Milliarden Euro 33 % des gesamten Umsatzes im Quartal. Auch das Umsatzwachstum in der Berichtsregion Amerika überwog die leichten Rückgänge in den übrigen Regionen wie Europa, GUS und Afrika.

Allerdings sank der Auftragseingang in den Schwellenländern weltweit um 5 %. Dieser machte mit 6,8 Milliarden Euro 36 % der gesamten Aufträge im Quartal aus. Damit unterscheiden sie sich nicht von der Entwicklung der Auftragseingänge aus Amerika, Asien und Australien. Dort ließ dieser ebenfalls nach.

Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, kommentiert das erste Quartal des Geschäftsjahres 2013: „In einem unsicheren konjunkturellen Umfeld sind wir solide in das Geschäftsjahr 2013 gestartet. Auch für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir von der Weltwirtschaft keinen Rückenwind, um unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Unsere volle Aufmerksamkeit richtet sich auf die Umsetzung unseres Programms Siemens 2014.“