TSN-Karte: Die Standard-Netzwerkkarte von Kontron umfasst einen integrierten Switch für redundante Netzwerke mit zwei oder vier Gigabit-Ethernet-Ports. Sie erfüllt alle Spezifikationen gemäß IEEE 802.1 und ist insbesondere für raue Industrieumgebungen geeignet.

TSN-Karte: Die Standard-Netzwerkkarte von Kontron umfasst einen integrierten Switch für redundante Netzwerke mit zwei oder vier Gigabit-Ethernet-Ports. Sie erfüllt alle Spezifikationen gemäß IEEE 802.1 und ist insbesondere für raue Industrieumgebungen geeignet. Kontron

Um die Anwendungen der betrieblichen IT (Informationstechnologie, zum Beispiel Business Intelligence) und der OT (Operational Technology/Fertigungsumfeld) zusammenzuführen, werden die an der Fertigung beteiligten Systeme auf dem Firmengelände zu einem privaten Verbund zusammengeschlossen. Diese sogenannte Embedded Cloud befindet sich vor Ort, also On Premise.

Im Gegensatz zu den Konzepten der Public und Private Clouds orientiert sich die Embedded Cloud besonders an den Anforderungen der vernetzten Produktion. Dazu gehören: geringe Latenzen, hohe Sicherheit, schnelle Analysen und Entscheidungen vor Ort. Ziel ist es, durch die Echtzeit-Analyse aller im Unternehmen vorhandenen Daten die Fertigung zu optimieren. Mit der Embedded Cloud hat Kontron im Verbund mit S&T eine neue Cloud-Klasse begründet, die die Industrie 4.0 voranbringen wird. Rückgrat dafür sind der TSN- (Time Sensitive Networking) und der OPC-UA-Standard (Open-Platform-Communications Unified Architecture).

Private Embedded Cloud On-Premise

Nach dem Konzept von Kontron lassen sich die Embedded-Cloud-Komponenten in drei Klassen einteilen:

  • Industrielle Computer-Plattformen für die Gerätesteuerung und als Edge-/Gateway-Systeme mit einer typischen Rechenleistung von ein bis vier CPU-Kernen:
    Sie übernehmen Mess- und Steuerungsaufgaben vor Ort, extrahieren und filtern Daten und verfügen meist über proprietäre Schnittstellen zur Anbindung der Peripherie vor Ort.
  • Hochleistungsfähige industrielle Computer-Plattformen für Fog-Computing:
    Mit einer typischen Rechenleistung von vier bis acht CPU-Kernen und einer Speicherkapazität von mehreren Terabyte sorgen diese leistungsstarken Plattformen vor Ort für das Maschinenmanagement bis hin zur Steuerung von Bildgebungssystemen mit Optionen für mehrere Grafikprozessoren, FGPA-Karten, Feldbusschnittstellen und TSN-Interface.
  • Embedded Cloud Server:
    Mit einer typischen Rechenleistung von mehr als 16 Cores und einer Speicherkapazität über 100 TB sind diese Cloud-Storage-Server für die Datenkoordination von Maschinen an einem Standort verantwortlich.

Die großen IT-Anbieter, allen voran Microsoft mit seinem Cloud-Angebot Azure IoT Edge, drängen immer weiter an die Basis der Automatisierungspyramide vor. Kontron hat sich deshalb entschlossen, viele seiner Embedded-PCs und Workstations – teilweise auch als Embedded Server – für das Fog- und Edge-Computing mit Microsoft Azure zertifizieren zu lassen; derzeit handelt es sich um rund 20 Produkte und die Zahl wird laufend erweitert. Auf der Seite der Standards setzt Kontron voll auf OPC UA und TSN.

Ohne Standards läuft nichts: TSN und OPC UA

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