Das von Dream Chip entwickelte Soc für die ADAS-Bildverarbeitung wird von Globalfoundries in der Fab 1 in Dresden in 22-nm-FD-SOI-Technologie gefertigt.

Das von Dream Chip entwickelte Soc für die ADAS-Bildverarbeitung wird von Globalfoundries in der Fab 1 in Dresden in 22-nm-FD-SOI-Technologie gefertigt. Globalfoundries

An der Entwicklung des SoCs zur Bildverarbeitung waren neben Dream Chip Technologies auch ARM, Arteris, Cadence, Globalfoundries und Invecas beteiligt. Das System ist für die Bilderfassung und -verarbeitung innerhalb von ADAS-Systemen ausgelegt und eignet sich für die Bewältigung von CNN-Workloads (Convolutional Neuronal Network). Unterstützte ADAS-Funktionalitäten beinhalten die Erfassung von Straßenbeschilderung, LDW-Warnungsmeldungen bei abgelenktem Fahrer, Überwachung des toten Winkels, Rundumsicht, Parkassistenz, Detektion von Fußgängern, ACC und Notfallbremsung.

Das Design beinhaltet die Signalverarbeitungs-Pipeline von Dream Chip, DSPs des Typs Tensilica-Vision-P6  von Cadence, einen Quad-Core-Cluster von ARM-Cortex-A53-Prozessoren, ein Lock-Step-Paar von Cortex-R5-Prozessoren für funktionale Sicherheit konform zur ISO 26262 und das Flexnoc-Netzwerkchip von Artemis.  Das SoC verwendet mehrere IPs, LPDDR4, PLL sowie thermische Sensorik von Invecas. Der LPDDR4-Controller stellt zusammen mit dem LPDDR4-PHY-IP von Invecas zwei LPDDR4 3200 Speicherinterfaces mit hoher Bandbreite zur Verfügung.

Durch die Verwendung  der 22-nm-FD-SOI-Technologie von Globalfoundries für die Herstellung soll das SoC besonders energiesparend sein. Ziel des Things2Do-Projekts war die Etablierung einer kamerabasierten ADAS-Referenzplattform, die Automotive-Unternehmen dabei unterstützt, Designzyklen und damit die Zeit bis zur Markteinführung neuer Produkte zu verkürzen. Die ADAS-Plattform fokussiert sich dabei auf Tier-1s, die Wert auf kostengünstige energiesparende SoCs für ADAS-Anwendungen legen und das System kundenspezifisch anpassen möchten.