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Mit dem Einsatz von Siplace-Setup Center werden Rüstprozesse in der Elektronikfertigung stabiler.
Hubert Egger, Produktmarketing Manager im Siplace-Team.

Das neue Release erhöht die Prozesssicherheit von Rüstprozessen direkt an und abseits der Linien und unterstützt dabei eine Reihe von Rüstvarianten, wie das wahlfreie Rüsten (Random Setup) oder konstante Bauteiltische (Constant Tables). Weil das Bedienpersonal beim Aufrüsten und Nachfüllen zum Scannen von Feeder- und Bauteil-IDs angehalten wird, werden rüstfehlerbedingte Stillstandszeiten minimiert und gleichzeitig die datentechnischen Grundlagen für die für viele Branchen und Produkte geforderte Nachverfolgbarkeit gelegt.

Verbessert präsentiert sich Setup Center 4.0 bei den Integrationsmöglichkeiten zur angrenzenden Materialwirtschaft. So werden LED-Leuchtklassen mitgeführt, über die Siplace-OIB-Schnittstelle lassen sich automatisiert Nachbestellvorgänge auslösen und die Software zeigt bei Bedarf die in den Rüstprogrammen definierten Bauteilalternativen an, falls die primären Bauteilen nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Die Qualität der Rüstung lässt sich durch das Scannen von Feeder- und Bauteil-Gebinde-ID verifizieren. Die daraus gewonnenen Informationen werden für die Kontrolle und Anzeige der Füllstände im laufenden Bestückprozess sowie als Datenbasis für die Nachverfolgbarkeit (Traceability) von Baugruppen und Bauteilen genutzt.

Random Setup und Constant Tables

In der Version 4.0 werden die Rüstoption Random Setup und das Wechseltischkonzept Konstante Tische unterstützt. Random Setup ermöglicht ein wahlfreies Rüsten von Feedern auf freie Stellplätze, denn hier definiert nicht an das Bestückprogramm die Feeder- und Bauteil-Position, sondern es stellt sich umgekehrt das Bestückprogramm auf die gewählte Rüstung ein. Gerade kleine Losen oder Prototypen-Aufträge lassen sich so effizient rüsten und einfach in die laufende Fertigung einschieben. Im Modus Konstante Tische bleiben bestimmte Bauteiltische oder auch nur Teile von Bauteiltischen mit Bauteilen fest gerüstet, weil diese über viele Aufträge und Produkte gleich bleiben und somit von Umrüstprozessen ausgenommen werden können.

LED-Leuchtklassen und Materialwirtschaft

Weitere Verbesserungen bieten sich in Bestückprozessen mit LEDs. Dazu werden die Leuchtklassen als Bauteilparameter mitgeführt und während der Rüstverifizierung zusätzlich verifiziert. Bei besonders kritischen Nachfüllprozessen kann über Einstellung in der Software eine doppelte Verifikation vor und nach dem Splicing erzwungen werden. Zusätzliche Softwarefunktionen erleichtern das Kitting (datentechnische Verbindung von Förderer und Bauteil) in Vorrüstbereichen abseits der Linie. Dem Bedienpersonal lassen sich im Bestückprogramm definierte Bauteilalternativen (Second Source) im Setup Center anzeigen und mit einer OIB-Schnittstelle automatisierte Nachbestellanforderungen an die Materialwirtschaften realisieren.

„Für die Effizienz und Produktivität in der Elektronikfertigung sind reibungslose und fehlerfreie Rüstprozesse entscheidend – die immer häufigeren Rüstwechsel stellen hier das Personal vor große Herausforderungen. Mit Siplace-Setup Center geben wir unseren Kunden das führende Software-Werkzeug für die Rüstverifikation an die Hand, damit sie ebenso flexibel wie zuverlässig fertigen können“, meint Hubert Egger, Produktmarketing Manager im Siplace-Team.