Die Software vom IPH soll dafür sorgen, dass in Zukunft noch mehr Menschen so viel Freude bei der Arbeit empfinden.

Die Software vom IPH soll dafür sorgen, dass in Zukunft noch mehr Menschen so viel Freude bei der Arbeit empfinden.Günter Menzl – Fotolia.com

Durch Anreize wie Provisionen oder zusätzliche Urlaubstage versuchen viele Unternehmen, ihre Mitarbeiter zu mehr Leistung zu motivieren. Bislang beziehen sich externe Anreize meist auf die Produktivität der Belegschaft. Damit neben der Auslastung auch die Termintreue, die Durchlaufzeiten und die Bestände stimmen, sollten Arbeitgeber jedoch auch diese Faktoren in ihren Anreizsystemen berücksichtigen, sagen die Ingenieure aus Hannover.

Mithilfe der Software können Arbeitgeber herausfinden, an welche Kennzahlen sie ihr Anreizsystem koppeln müssen, um die logistischen Ziele zu unterstützen. Sollen die Mitarbeiter beispielsweise für niedrige Bestände sorgen, so könnten sie eine Prämie erhalten, wenn der Bestand unter einem bestimmten Wert liegt.

In dem Forschungsprojekt des IPH wurden zunächst Mitarbeiter der Industriepartner anonym zu ihrer Motivation befragt. Auch die Freiheitsgrade des einzeln während der Arbeit wurden erfasst. Im nächsten Schritt legten die Ingenieure fest, wie sich die Mitarbeiter verhalten sollen, um die Logistikleistung zu unterstützen, und wie dieses Verhalten anhand von Kennzahlen gemessen und mit Anreizen verknüpft werden kann. Die Ergebnisse wurden schließlich in einer Software zusammengeführt. Sie kann in Kürze als Open-Source-Lösung kostenlos heruntergeladen werden.