Auch am Weltklimagipfel in Kopenhagen war die „Vlotte“ mit von der Partie.

Auch am Weltklimagipfel in Kopenhagen war die „Vlotte“ mit von der Partie.

Das Modellprojekt „Vlotte“ in Vorarlberg beschäftigt sich mit dem Einsatz von Elektroautos unter normalen Alltagsbedingungen. Mit bisher 75 Fahrzeugen konnten innerhalb des letzten Jahres viele Erfahrungen gesammelt werden. Das Projekt wurde zum Erfolg – die Nachfrage überstieg das Angebot an verfügbaren Wagen bei weitem. In einer zweiten Ausbaustufe sollen insgesamt 250 Elektro-Autos auf die Straße kommen. Die umgerüsteten Fahrzeuge kommen im elektrischen Betrieb auf eine Reichweite von 100 bis 150 Kilometer mit einer Elektro-Füllung. Noch umweltfreundlicher wird der Betrieb durch eine neu errichtete Solarstromtankstelle. Dafür wurden 270 Solarmodule auf einer Dachfläche von 1330 Quadratmetern montiert, sechs Wechselrichter kümmern sich um die Umwandlung der Gleichspannung in Wechselspannung. Damit lässt sich eine Jahreserzeugung von etwa 60 000 Kilowattstunden erreichen, eine Energie, die dem Jahresverbrauch von 45 Elektroautos entspricht. Der Einsatz der elektrischen Fahrzeuge beschränkt sich im Feldversuch nicht rein auf private Nutzer. Auch die Vorarlberger Polizei wurde mit Fahrzeugen ausgestattet, und bei der Klimakonferenz in Kopenhagen war Vlotte publikumswirksam unterwegs – als Transporteur für Konferenzteilnehmer und Journalisten. Ergänzt wird der Feldversuch der vierrädrigen Umweltfreunde durch eine Förderung für Elektroroller und Motorräder, die vor allem junge Verkehrsteilnehmer ansprechen sollen. Das Projekt wird von der Vorarlberger Landesregierung unterstützt. Vorarlberg will bis zum Jahr 2050 energieautonom werden. Landeshauptmann Herbert Sausgruber sieht die Maßnahmen zur angestrebten Energieautonomie als „Beitrag zum Klimaschutz und gleichzeitig als große Zukunftschane für das Land“. (stu)