Besonders groß ist der Solar-Boom demnach in China, gefolgt von Japan und den USA. Bereits in fünf Jahren, so die Prognose des Verbands, könnte sich die Gesamtkapazität auf 550 GW verdreifachen. Wie sich die Märkte en Detail entwickeln werden, zeigte der Verband bei der Vorstellung des „Global Market Outlook for Photovoltaics 2015-2019“ auf.

In den europäischen Märkten lag der Zubau im letzten Jahr nach Angaben der EPIA bei rund 7 GW. Erstmals verzeichnete Großbritannien mit 2,3 GW den größten Zubau, gefolgt von Deutschland und Frankreich. Europa bleibt für die Solarbranche auch weiterhin enorm wichtig, da hier in den vergangenen Jahrzehnten eine große Expertise erworben wurde, welche heute für den weltweiten Ausbau genutzt wird. Deutschland ist nach wie vor international Vorreiter, nicht nur bei der Produktion von Solarstrom, sondern auch bei der Integration in die Stromnetze. Zahlreiche Aussteller zeigten das auf der Messe und wichtiges Know-how wird auch auf der Intersolar Europe Conference hierzu vermittelt.

Auch in den kommenden Jahren werden sich die weltweiten Märkte nicht nur durch neue Technologien, sondern auch durch Verschiebung von geografischen Schwerpunkten weiterentwickeln. Die Unternehmen der Solarbranche stehen daher vor der Herausforderung, die künftigen Marktentwicklungen richtig einzuschätzen und sich an verändernde Bedingungen schnellstmöglich anzupassen. Neue Technologien und ein stärkerer Wettbewerb innerhalb der Branche machen dabei eine Fokussierung auf erfolgversprechende Märkte und Produkte notwendig.

Der Global Market Outlook for Photovoltaics der EPIA evaluiert die Entwicklungen der weltweiten Solarmärkte in den vergangenen Jahren und gibt einen Ausblick auf die Entwicklung der Märkte innerhalb der nächsten fünf Jahre. Zugleich erläutert der Report die wichtigsten aktuellen und zukünftigen Trends der Branche.