Eckdaten

Eurolighting hat LEDs im Programm, die ein dem Sonnenlicht ähnliches Spektrum produzieren. Durch das Hinzufügen spezieller Leuchtdioden im blau-grünen sowie roten Bereich zu den weiß abstrahlenden Leuchtdioden auf einer Platine wird das Lichtspektrum in entscheidenden Punkten verstärkt.

Zweifellos hat das Sonnenlicht nicht nur einen starken Einfluss auf die Pflanzenwelt (Chlorophyllbildung), sondern auch auf den Menschen. Guter Schlaf in der Nacht ist die beste und billigste Medizin. Dass Sonnenlicht und Sonnenspektrum einen so großen Einfluss auf die Leistungskurve des Menschen ausüben, wurde erst im letzten Jahrzehnt entdeckt. Umfangreiche Studien in den USA haben ergeben, dass seit der Erfindung des künstlichen Lichtes das Schlafverhalten vieler Menschen nachhaltig beeinflusst wird. Über 70 Millionen Menschen allein in den USA leiden demnach an Schlafstörungen. Nun wurde erforscht, was den menschlichen Schlaf beeinflusst, und dabei wurde erkannt, dass das Sonnenspektrum eine ganze Reihe von chemischen Prozessen während eines 24-Stunden-Zyklus im menschlichen Kopf auslöst. Dieses sogenannte „circadiane System“ hat Einfluss auf das menschliche Verhalten während eines Tages und einer Nacht.

Bild 1: Leistungskurve des Menschen über einen Tagesverlauf von 24 Stunden.

Bild 1: Leistungskurve des Menschen über einen Tagesverlauf von 24 Stunden. Eurolighting

Circadianes System und Melatoninbildung

Die Bildung von Melatonin, einem Botenstoff in unserem Gehirn, steuert den Schlaf und das menschliche Schlafbedürfnis. Während des Tages ist der Melatoninspiegel des Menschen sehr niedrig, steigt aber im Laufe des Abends an, was die Müdigkeit fördert und den Menschen tief schlafen lässt. Das am Morgen wirksame, helle blau-grüne Sonnenspektrum erzeugt beim Menschen Rhodopsin, welches wiederum für die Aufwachphase Melanopsin und als Folge Seratonin produziert und den Menschen über den Tag hinweg fit und leistungsfähig hält. Gleichzeitig pusht es unter Mitwirkung von Cortisol den Menschen zur Leistungsfähigkeit. Diese Prozesse werden unter anderem vom Sonnenlicht und dessen Spektrum gesteuert und passen sich diesem ständig an. Denn über den Tag hinweg verändert sich das Sonnenspektrum erheblich: Von morgens blau-grün über mittags hell-weißlich bis hin zu rötlichen Tönen am Abend sind alle Nuancen im Sonnenlicht vorhanden.

Wird der Prozess in dieser „chemischen Fabrik“, die in unserem Kopf wirkt, unterbrochen oder gestört, ändert dies sofort das Wohlbefinden des Menschen. Sinkt zum Beispiel der Melatoninspiegel, kann dies zu Schlaflosigkeit führen oder andere Gesundheitsstörungen hervorrufen, wie Depressionen, schlechte Leistung oder schnelles Ermüden beim Lesen, aber auch weniger Kalkablagerungen bei Kindern, erkennbar an schlechten Zähnen, oder Osteoporose bei älteren Menschen.

Bild 2: Sonnenlicht-Messungen zu verschiedenen Tageszeiten: Veränderung des Sonnenlichtspektrums zwischen 8, 12 und 18 Uhr.

Bild 2: Sonnenlicht-Messungen zu verschiedenen Tageszeiten: Veränderung des Sonnenlichtspektrums zwischen 8, 12 und 18 Uhr. Eurolighting

In früheren Jahrhunderten hielt man sich bei der Arbeit fast den ganzen Tag im Freien auf, es wurde Ackerbau betrieben und Handwerker übten ihr Gewerbe so weit wie möglich im Freien aus. Erst durch die Industrialisierung, die wiederum durch die Erfindung der Leuchtmittel ermöglicht wurde, verkürzte sich der Aufenthalt in der Sonne immer mehr bis hin zur heutigen Zeit mit zirka 10 Prozent des möglichen Tageslichtes und Sonnenscheins. Dieser Tagesrhythmus und damit die Reduzierung des Melatoninspiegels wurde gerade durch die modernen Leuchtdioden, Halogenlampen und selbst Glühbirnen noch zusätzlich negativ beeinflusst, weil diese Leuchtmittel – für uns unsichtbar – viel blaues Licht zum falschen Zeitpunkt erzeugen. Während morgens das blau-grüne Licht beim Sonnenaufgang dazu dient, die Melatoninbildung zu reduzieren und das Aufwachen zu erleichtern, verhindert es am Abend die Produktion von Melatonin, das wir für den guten Schlaf dringend benötigen. Eindeutige Störquellen sind Fernsehgeräte, Laptops, Computer und mobile Geräte wie Smartphones, die durch die Emittierung von blauen Wellenlängen die ausreichende Melatoninbildung reduzieren.

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