Der neue Bildsensor bietet in etwa die dreifache horizontale Auflösung herkömmlicher Bildsensoren, was hochauflösende Bilder entfernter Verkehrszeichen ermöglicht, die sich 160 m vor der Kamera befinden. Darüber hinaus verfügt der Sensor über einen Pixel-Binning-Modus, um die Empfindlichkeit in Umgebungen mit schlechten Lichtverhältnissen zu erhöhen und eine hohe Empfindlichkeit von 2666 mV zu erzielen. Damit lassen sich Bilder von Fußgängern und Hindernissen auch in dunklen Umgebungen aufnehmen (Helligkeit bei Mondlicht).

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Der CMOS-Bildsensor IMX324 für Fahrzeugkameras Sony

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Beispielbild 1: Bei diesem Bild kam der Pixel-Binning-Modus zum Einsatz, der die Empfindlichkeit in Umgebungen mit schlechten Lichtverhältnissen erhöht. Sony

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Beispielbild 2: Dieses Bild wurde ohne den Pixel-Binning-Modus aufgenommen. Sony

Der Sensor arbeitet auch in Umgebungen mit ungleichmäßiger Beleuchtung bei Nachtfahrten, wo Scheinwerfer und Straßenlaternen für eine heterogene Ausleuchtung sorgen. Eine spezielle Funktion erfasst dabei abwechselnd dunkle Bereiche mit hoher Empfindlichkeit und helle Bereiche mit hoher Auflösung, womit sich nach der Signalverarbeitung in der letzten Stufe ein hochpräzises Bild ergibt.

Zum nach Herstellerangaben ersten Mal im Markt für Bildsensoren steht damit ein Stacked-Aufbau für einen Bildsensor bereit, der im Fahrzeugbereich zum Einsatz kommt. Dabei werden die Pixelanordnung und Signalverarbeitungsschaltkreise in Schichten (stacked) angelegt, um kompakte Baumaße und einen geringen Stromverbrauch bei gleichzeitig hoher Auflösung zu erzielen. Dieser Bildsensor wird zu den Bildverarbeitungsprozessoren EyeQ 4 und EyeQ 5 kompatibel sein, welche die Intel-Tochter Mobileye derzeit für ADAS und autonomes Fahren entwickelt.

Der Sensor soll bis Juni 2018 die Teststandards hinsichtlich der Zuverlässigkeit elektronischer Bauelemente für den Einsatz im Automotive-Bereich gemäß AEC-Q100 erfüllen. Sony hat zudem einen ISO-26262-konformen Entwicklungsprozess eingeführt, um eine entsprechende Entwicklungsqualität gewährleisten zu können, damit ein Automotive-Produkt diese Anforderungen entsprechend ASIL B(D) hinsichtlich der Fehlererkennung, -benachrichtigung und -steuerung unterstützt. Darüber hinaus bietet der neue Sensor eine Sicherheitsfunktion, die das Ausgangsbild vor Änderungen schützt. Dies ist nach Herstellerangaben die branchenweit erste Anwendung einer solchen Funktion in einem Bildsensor für Fahrzeugkameras.