Kaum zu glauben, aber wahr: zirka 70 Prozent der Automatisierungslösungen in der deutschen Industrie sind noch klassisch parallelverdrahtet. In Nordamerika sind es sogar noch 80 Prozent. Hier warten auf die Industrie noch Einsparpotenziale, denn der Verkabelungsaufwand für eine klassische Parallelverdrahtung von Sensoren und Aktoren ist oft viel höher als zum Beispiel mit Feldbuskomponenten.

Für den Einsatz in EMV-kritischer Umgebung in der Automatisierungs- und Steuerungstechnik sowie im Maschinen- und Anlagenbau stellt Lapp seine Epic-Data-Steckverbinder vor. Über Plug-and-play-Funktion lassen sich die Steckverbinder schnell installieren. Der 9-polige Epic-Data-Profibus-Pro-Steckverbinder besteht aus robustem Vollmetall: Sie sichert so die Profibus-Netzanbindung und bietet einen hohen Funktions- und Ausfallschutz in rauer Umgebung. Den Epic-Data-Profibus-Pro-Steckverbinder gibt es mit 35 und 90 Grad oder axialem Kabelabgang mit M-12 oder Federklemmenanschluss. Die Steckverbinder haben einen erweiterten Temperaturbereich von -20 bis +70 Grad Celsius, 200 Steckzyklen, wenig Übertragungsdämpfungen und eine integrierte Diagnoseschnittstelle mit unverlierbarer Abdeckkappe bei der 35- und der 90-Grad-Version.

Für das Überbrücken von größeren Entfernungen mit einer Lichtwellenleitung aus Kunststoff (POF-Faser bis 65 m) oder mit einem kunststoffbeschichteten Glaslichtwellenleiter (PCF-Faser bis 250 m) hat Lapp den Epic-Data-Profibus-Steckverbinder mit Optical-Link-Modul im Programm. Er sichert die galvanische Entkopplung bei problematischen Potentialunterschieden. Ausgestattet ist er mit dem Profibus-Repeater (D-Sub, 9-polig) mit optischer Schnittstelle für HFBR-, SMA- oder BFOC-Interface, Diagnose-LEDs für Busabschluss und Datenempfang bei eine Betriebstemperatur von 0 bis 60 Grad Celsius. Er kommt im metallisierten Kunststoffgehäuse mit Schutz nach IP 20. Da die Stromversorgung vom Endgerät erfolgt, ist keine externe Spannungsversorgung erforderlich.

Passende konfektionierbare optische Steckverbinder sind zudem im Lieferumfang enthalten. Für alle optischen Epic-Data-Profibus-Steckverbinder gibt es bei Lapp die passenden optischen Leitungen aus dem Hitronic-Produktsortiment.

Die feldkonfektionierbaren Etherline-Epic-Data-Stecker entsprechen der Kategorie 6A.

Die feldkonfektionierbaren Etherline-Epic-Data-Stecker entsprechen der Kategorie 6A.Lapp

Zum Übertragen von viel Power und langen Wegen eignet sich der feldkonfektionierbare Etherline-Epic-Data-Steckverbinder nach Kategorie 6A (ISO/IEC 11801:2010). Der M-12 x-codierte Stecker für Industrial Ethernet Anwendungen ist qualifiziert für einen Bandbreitenbedarf von 10-Gigabit-Ethernet bei Übertragungsfrequenzen bis 500 MHz und Übertragungsstrecken bis 100 m. Er entspricht dem IEC 61076-2-109-Standard und lässt sich in der Industrieverkabelung (IP 67), für die strukturierte Gebäudeverkabelung und für Rechenzentren einsetzen. Das Zink-Druck-Gehäuse ist robust und vibrationsbeständig und garantiert eine 360-Grad-Schirmung. Das Steckergesicht ist standardisiert; dazu kommen Piercing-Kontakte für Litzendurchmesser von 0,48 bis 0,76 mm und für Massivleiterdurchmesser von 0,4 bis 0,64 mm, eine Vollmetallschirmung zwischen den einzelnen Paaren sowie ein Temperaturbereich von -25 bis +85 Grad Celsius. Der kompakte Datensteckverbinder ist dreiteilig und lässt sich ohne Werkzeug montieren.