Im Rahmen der Studie wurden die Teilnehmer in einem simulierten hochautomatisiert fahrenden Auto mit unterschiedlichen Aktivitäten wie Lesen, Musik hören oder E-Mail schreiben beschäftigt. Währenddessen erzeugten die Forscher mittels eines Benachrichtigungssystems haptische, visuelle oder akustische Hinweise, um zu sehen, auf welchen Reiz die schnellste Reaktion erfolgt. Die Studie deckte eine Vielzahl von Szenarien ab, darunter schlechte Wetterbedingungen, Warnmeldungen der Systemdiagnose, Sensordefekte und Staus. Ziel der Studie war es, herauszufinden, wie die Aufmerksamkeit des Fahrers im Bedarfsfall am effektivsten geweckt wird, damit er in einer kritischen Situation die Fahrzeugkontrolle wieder übernimmt.

Am eigenen Campus in Saarbrücken forscht das DFKI für und mit namhaften Unternehmen wie Google, Intel oder BMW an KI-Systemen.

Am eigenen Campus in Saarbrücken forscht das DFKI für und mit namhaften Unternehmen wie Google, Intel oder BMW an KI-Systemen. DFKI

Es stellte sich heraus, dass die Teilnehmer hörbaren und haptischen Signalen mehr vertrauen als visuellen. Die Probanden nahmen zudem akustische Hinweise angenehmer und effektiver wahr als visuelle und reagierten bei rein haptischen Warnmeldungen langsamer als bei visuellen. Bei der Studie zeigte sich auch, dass die Reaktionszeit bei Höraktivitäten am kürzesten ist.

Die gemeinsame Studie veranlasste Nuance in Zukunft enger mit dem DFKI zusammenzuarbeiten. Gemeinsam wollen sie an künstlicher Intelligenz sowie Mensch-Maschinen-Interaktion forschen. Der Fokus der Zusammenarbeit liegt vor allem auf KI-Systemen für das automatisierte Fahren, wofür kooperative Fahrerassistenzsystem benötigt werden. Die Partnerschaft umfasst zudem auch noch die Weiterentwicklung der semantischen Einordnung von Wörtern per Natural Language Understanding (NLU). Ziel ist es, sprachinteraktive kognitive KI-Schnittstellen zwischen Menschen und virtuellen Assistenten für eine Reihe von vertikalen Märkten zu entwickeln.