Hannover Messe 2017: „PI wird Profinet um die Mechanismen von TSN im Layer 2 erweitern“, erklärte Karsten Schneider.

„PI wird Profinet um die Mechanismen von TSN im Layer 2 erweitern“, erklärte Karsten Schneider. Redaktion IEE

Im Vordergrund der Integration von TSN in Profinet steht eine einfache Handhabung für den Anwender. Dieser soll die neue Technologie in seinen Geräten oder Anlagen einsetzen können, ohne das vorhandene Wissen, etwa bei Diagnose, Parametrierung und Engineering, auf-geben zu müssen. Darüber hinaus setzt PI auf Standard-Ethernet-Technologie. Zum einen, um auf vorhandene Ethernet-Chips für die Realisierung der Profinet-Schnitt-stelle auf Geräten zurückgreifen zu können, und zum anderen um von den Weiter­entwicklungen der IEEE-Techno­logie, wie GBit-Bandbreite, zu profitieren. Zudem lassen sich mit TSN durchgängige synchrone Netzwerke für taktsynchrone Anwendungen realisieren.

Hohe Deterministik und Robustheit

Ein weiteres Ziel der Nutzung von TSN sind neben einer einfach integrierbaren und skalierbaren Stack-Architektur, die hohe Deterministik und Robustheit gegenüber IP-basierten nicht echtzeit­fähigem Traffic. So berücksichtigt PI eine mögliche parallele Kommunikation mittels OPC UA zwischen Stationen auf der Anlagenebene oder auch von Geräten in der Feldebene bis in die Cloud – einem zentralen Punkt der Industrie 4.0. Karsten Schneider, Chairman von PI betonte: „Auf der Ebene der Controller/Controller-Kommunikation wird es kein Profinet mehr geben.“ Denn diese Kommunikation zwischen Steuerungen soll auch aus Sicht der PI am besten über OPC UA geschehen. An dieser Stelle werde man mit der OPC Foundation zusammen arbeiten, um das Profinet-TSN kompatibel zum TSN des OPC UA umzusetzen. (ml)