DIN hat einen Standard für das Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 veröffentlicht.

DIN hat einen Standard für das Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 veröffentlicht. MimiPotter/Fotolia.com

„Mit der DIN SPEC 91345 haben sich die maßgeblichen Branchenbeteiligten in Deutschland erstmals auf einen Standard für das Konzept Industrie 4.0 festgelegt“, erklärt Rüdiger Marquardt, Mitglied des DIN-Vorstandes. Im nächsten Schritt soll die DIN Spec als englische Sprachfassung herausgegeben und in die internationale Normung eingebracht werden.

Das Referenzmodell beschreibt eine Wertschöpfungskette unter den Bedingungen von Industrie 4.0. und stellt die relevanten Aspekte von der Erzeugung über die Fertigung bis zur Nutzung und Entsorgung dar. Auch virtuelle Gegenstände wie Ideen, Archive oder Software werden dabei berücksichtig.  Wesentlich für das Architekturmodell sind die drei Achsen Produktlebenszyklus, Anlagenhierarchie und Integrations-Layer. Entlang dieser Achsen können die Aspekte, die wichtig für eine Industrie-4.0-Architektur sind, strukturiert dargestellt werden.

Damit umfasst das Modell die unterschiedlichen Faktoren von Industrie 4.0, die von der vertikalen Kommunikation der Automatisierungskomponenten bis hin zur Bildung firmen­übergreifender horizontaler Wertschöpfungsnetzwerke reichen. Rami 4.0 ermöglicht außerdem die schrittweise Migration aus der heutigen Fertigungswelt in die Industrie-4.0-Welt und vereinfacht die Kooperation und Kommunikation der verschiedenen Branchen in Sachen Standardisierung.