Das Störmeldesystem lässt sich als kompaktes Stand-alone-System oder als dezentrale Unterstation zur Fernüberwachung von Gebäuden und Industrieanlagen einsetzen.

Das Störmeldesystem lässt sich als kompaktes Stand-alone-System oder als dezentrale Unterstation zur Fernüberwachung von Gebäuden und Industrieanlagen einsetzen.Unitro Fleischmann

In der Industrie kommt das Störmeldesystem hauptsächlich zur Überwachung der Energieversorgung über Klimaanlagen, Beleuchtung und Beschattung bis zu Tankanlagen- und Torüberwachung zum Einsatz. So überwacht zum Beispiel ein Logistikunternehmen von der Konzernzentrale in Deutschland aus seine europaweiten Liegenschaften mit örtlicher Meldungsausgabe und Fernüberwachung.

Das CC24plus erfasst 24 Meldungen und gibt sie über helle LEDs zum Beispiel als quittierbare Blinkstörmeldung aus. Die LEDs sind in den Farben rot, grün, gelb und blau parametrierbar, verfügen über eine 5-mm-Weitwinkel-Plexilinse und lassen sich über Einschubstreifen beschriften. Die Farbwahl ermöglicht es, Meldungen auf den ersten Blick zu unterscheiden: grün für den laufenden Betrieb, rot und gelb für Stör- und Warnmeldungen sowie blau für Sprachalarmierungen. Die Stromversorgung der Meldeeingänge mit Steckklemmenanschluss erfolgt über ein internes Netzgerät (230 V AC/ 24 V DC) oder eine externe Spannungsversorgung.

Auch die Meldefunktionen als Einfach- oder Zweifach-Blinkmeldestörung gemäß DIN 19235 und US-ISA 18.1 sind parametrierbar. Parallel werden vier Sammelmelde-Kontakt-Ausgänge angesteuert, die sich den 24 Eingängen beliebig zuordnen lassen. Ebenfalls parametrierbar sind eine Arbeits-Ruhestromansteuerung und eine Ansprechverzögerung von maximal 255 s. Außerdem besteht die Möglichkeit zwischen relevanten und nicht-relevanten Meldungen zu unterscheiden.

Die integrierte Hupe verfügt über eine eingebaute Hupen-Quittiertaste und einen Klemmenanschluss für eine externe Quittiertaste. Ein zusätzlicher Kontakt für eine externe Hupe und eine Anschlussmöglichkeit für eine externe Taste zur Fernquittierung ist ebenfalls vorhanden. Mit einem Ausgangskontakt (5 A/250 VAC) ist über einen Codierstecker ein Schließer oder Öffner für die externe Hupen-Ansteuerung wählbar.

Um einen Netzausfall zu puffern, ist ein steckbares Lademodul (230/240 V) mit einem wartungsfreien Gel-Akku (24 V/0,8 Ah) lieferbar. Mit dem Akku lässt sich ein Netzausfall mit einer Dauer von 2,5 bis 5 h überbrücken.

Ein Protokolldrucker, der sich über eine RS232-Schnittstelle anschließen lässt, dokumentiert das Auftreten, das Quittieren und das Beheben einer Meldung mit Zeitstempel, sodass sich eine Störung über ihren gesamten zeitlichen Verlauf auch nachträglich ana

Ein Protokolldrucker, der sich über eine RS232-Schnittstelle anschließen lässt, dokumentiert das Auftreten, das Quittieren und das Beheben einer Meldung mit Zeitstempel, sodass sich eine Störung über ihren gesamten zeitlichen Verlauf auch nachträglich anaUnitro Fleischmann

Der Störmelder kann sprechen

Über die RJ11-Buchse lässt sich ein steckbares Telefonmodem an die Telefonleitung anschließen. Damit kann das Störmeldesystem über sechs Verbindungsprofile mit jeweils maximal vier vorher eingegebenen Rufnummern via Telefon-Sprachalarm einen Servicedienst alarmieren. 28 verschiedene Meldetexte sind möglich. Den Anruf muss der Angerufene über einen vierstelligen Quittiercode per Mehrfrequenzwahlverfahren (Tonwahlverfahren) bestätigen. Bei Nichtabnahme erfolgt eine Rufweiterleitung auf die nächste der vier vorher hinterlegten Rufnummern. Die Spracheingabe erfolgt mit ASCII-Meldetexten über ein Text-to-Speak-Modul an einem externen Laptop mit Übertragung via USB oder über ein Webinterface. Über die USB-Buchse können außerdem sämtliche Daten und Funktionen parametriert werden, auch die Wahlfunktionen der optisch-akustischen Meldungen und der Ausgangskontakte. Die mitgelieferte Programmier-Software läuft ab Windows 7. Über den Anfang 2015 lieferbaren Ethernet-Anschluss mit Webinterface ist zudem eine Fernparametrierung sämtlicher Wahlfunktionen einschließlich Spracheingabe möglich, sodass sich das System ohne großen Aufwand über Internet an neue Betriebsbedingungen anpassen lässt.

Über LON an das Leitsystem anbinden

Über ein steckbares LON-Bus-Modul lassen sich die Störungen, zum Beispiel im Betriebsleiterbüro, an einem ME24-Paralleltableau optisch-akustisch melden. Über ein C3text-Klartextsystem erfolgt eine Viermal-40-Zeichen-Klartextmeldung mit Uhrzeit, Datum und Meldungsstatus. Maximal lassen sich 320 Meldungen anzeigen. Eine intergierte batteriegepufferte Funkuhr erlaubt eine genaue und zeitfolgerichtige Meldungsanalyse. Die Parametrierung und Texteingabe erfolgt auch hier über eine USB-Schnittstelle am C3text-Modul. Ein Protokolldrucker, der sich über eine RS232-Schnittstelle anschließen lässt, dokumentiert das Auftreten, das Quittieren und das Beheben einer Meldung mit Zeitstempel, sodass sich eine Störung über ihren gesamten zeitlichen Verlauf auch nachträglich analysieren lässt.

Der 3150-LON-Knoten mit Kommunikation über FTX Transceiver, Powerline oder Lichtwellenleiter ermöglicht zudem eine Einbindung des Störmeldesystems in ein Netzwerk für Gebäudeautomation. Eine dezentrale Visualisierung an einer abgesetzten Überwachungszentrale über einen PC mit Ansteuerung über den LON-Bus mit TCP/IP Router ist ebenfalls möglich. Besonders kritische Meldungen lassen sich zudem via Internet an den Server in einer Hauptzentrale weiterleiten, wo sie am Monitor als Textmeldung oder in Schaubildern visualisiert werden können.